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Handball Viele Tore bei Bilderbuchwetter

Neuenburg - „Es war ein traumhaftes Wochenende“, brachte es Florian Prill vom 13-köpfigen Organisatorenteam der HSG Neuenburg/Bockhorn am Montag auf den Punkt. Hatten die 600 Handballer aus nah und fern im vergangenen Jahr beim traditionellen Pfingstturnier auf der altehrwürdigen Urwaldkampfbahn in Neuenburg noch mit kühlen Temperaturen, kräftigen Gewittern und rutschigen Bällen zu kämpfen, wurden die insgesamt vier Rasenturniere in zwei verschiedenen Leistungsklassen diesmal bei strahlendem Sonnenschein ausgetragen.

„Es hat trotz aller Anstrengungen einfach nur Spaß gemacht, weil das Wetter spitze war, aber auch die Mannschaften so klasse mitgezogen und für ein wirklich tolles Miteinander gesorgt haben“, bilanzierte Prill. Für beste Stimmung unter den Sportlern und anderen Gästen sorgten auch die beiden großen Zeltpartys in der Nacht zu Sonnabend und Sonntag.

Dass der Spaßfaktor am Ende einer kräftezehrenden Hallensaison bei den Mannschaften auch auf dem Spielfeld eindeutig im Vordergrund stand, zeigt nicht nur der Einfallsreichtum bei Teamnamen wie „Er hat schon höher gepfiffen“, „Team und Struppi“ oder „Dynamo Dosenbier“. Auch beim Aussehen ließen einige Teilnehmer ihrer Kreativität freien Lauft. So wurde teilweise mit Perücken gespielt oder gar mit einem Ganzkörperkostüm. So lief der Schlussmann des TV Angermund als Känguru mit großem Beutel auf, der gleich drei Handbällen auf einmal Platz geboten hätte – passend für einen Torwart, allerdings auch enorm schweißtreibend bei 30 Grad in der prallen Sonne.

Packende Duelle

Zum Sportlichen: Im Wettstreit um den „Volksbank-Cup“ waren am Sonnabend 52 Mannschaften auf fünf Spielfeldern am Rande des Urwalds in Aktion getreten. „Sie zeigten vor allem zum Turnierende hin zunehmend hochkarätige und äußerst spannende Spiele“, erläuterte Prill.

Bei den Männern (36 Teams) wurden die „Los Mercenarios“, eine Mannschaft mit Spielern aus dem ganzen Norden Deutschlands, nach drei Turniersiegen in Folge auch in diesem Jahr ihrer Favoritenrolle gerecht. Dabei hatte man sich im Halbfinale gegen den „SC Torpedo Schnubbatrupp II“ aus Bremen schon bis hin ins Siebenmeter-Werfen mächtig strecken müssen (9:8). Auch im Finale fiel die Entscheidung erst vom Siebenmeterstrich. Denn der SC Absolut Deluxe aus Varel hatte dem Favoriten in der regulären Spielzeit ein packendes Duell auf Augenhöhe geliefert und den Seriensieger ins Siebenmeterwerfen gezwungen. Am Ende reichte die Kraft nicht mehr ganz, so dass die „Los Mercenarios“ erneut den Turniersieg feiern konnten. Dritter wurde Vorjahresfinalist SSC Forelle Farchau aus Rostock.

Bei den Frauen traten 16 Teams in vier Gruppen an. Dabei verpasste „Plan B… Flunkyball“ die angepeilte Titelverteidigung. Die Oldenburgerinnen unterlagen in einem an Spannung kaum zu überbietenden Finale denkbar knapp mit 10:11 nach Siebenmeterwerfen gegen „Geh mal Bier hol’n…“ von der SG Bremen-Ost. Auch das Spiel um Platz drei war bis zum Ende eng verlaufen. Schließlich setzte sich „Donna Della Schiuma“ aus Schaumburg knapp mit 7:5 gegen die „Jade(Busen)Wunder“ durch.

Nach der großen „Urwald-Party“ ging es am Sonntag für die höherklassigen Mannschaften noch einmal auf dem Spielfeld zur Sache. „Dadurch stieg das Niveau nochmals an, und es wurde noch verbissener um das Preisgeld gekämpft“, sagte Prill. Bei den Frauen waren nach der verletzungsbedingten Absage der „Jade(Busen)Wunder“ nur noch fünf Teams im Modus „Jeder gegen Jeden“ am Start. Am Ende waren die drei bestplatzierten Mannschaften punktgleich, so dass das Torverhältnis den Ausschlag zugunsten von „Plan B… Flunkyball“ gab. Die Oldenburgerinnen hatten einen Vorsprung von drei Toren vor „Donna Della Schiuma“. Die „Spartaner“ aus Varel wurden Dritter.

Sehenswerte Aktionen

Bei den Männern wurde der Turniersieger unter 15 Teams ausgespielt. Trotz des langen Wochenendes zeigten die Mannschaften noch einmal viel Einsatz und bisweilen sehenswerte Aktionen wie „Kempa-Tore“. Im Finale standen sich die „Los Mercenarios“ und die HSG Neuenburg/Bockhorn gegenüber. Doch auch den Lokalmatadoren sollte es trotz großer Gegenwehr nicht gelingen, die Siegesserie der Gäste reißen zu lassen. Am Ende siegten die „Los Mercenarios“ mit 11:8 und feierten wie im Vorjahr einen Doppel-Turniererfolg in Neuenburg. Im Spiel um Platz drei kam es zur Neuauflage des Vorjahresspiels zwischen dem „TH Eilbeck“ und dem „HC All you can drink “ aus Lübeck, das 9:8 für die Eilbecker endete.

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