Sandkrug - In Brasilien ist am Sonntag das deutsche Team Fußballweltmeister geworden. Beim Schulfest der Waldschule Hatten fiel das Ergebnis dagegen ganz anders aus. In einem zwischen allen Klassen ausgetragenen Turnier, das die WM zum Vorbild hatte, setzte sich im Finale auf dem Sportplatz Ghana (Klasse 9bR) gegen Spanien (6d) mit 4:1 (2:1) durch.

Die körperlichen Vorteile der älteren Schüler wurden durch Handicap-Regelungen zumindest abgeschwächt: Die Sechstklässler bekamen im Endspiel zu Spielbeginn einen Elfmeter zugesprochen, außerdem durften sie mit einem Spieler mehr und einem kleinen Tor auf dem großen Fußballfeld antreten. „Alles hat gut geklappt, die älteren Schüler sind auch sehr fair mit den Jüngeren umgegangen“, lautet das Fazit des Turnierleiters und Sport-Fachleiters Peter Habbinga.

Das vorweggenommene Finalspiel war Höhe- und Schlusspunkt einer spannenden Projektwoche an der Waldschule. Alle Klassen hatten die Aufgabe bekommen, sich über jeweils ein an der WM teilnehmendes Land, seine (Ess-)Kultur, Geschichte und geografische Lage zu informieren. Das Los entschied darüber, wer Brasilien, Japan oder etwa Ghana sein durfte. Die Ergebnisse der Projektarbeit präsentierten die Schüler ihren Eltern und Mitschülern während des Schulfests auf dem Sportplatz. Jede Klasse musste auch organisatorische Aufgaben, wie das Besorgen und Aufstellen von Zelten, selbst übernehmen. „Eine bessere Motivation als die WM gibt’s doch gar nicht, um sich für fremde Länder zu interessieren. Das hat geklappt“, lautet das Fazit von Direktor­stellvertreterin Silke Müller.