Cloppenburg/Friesoythe/Höltinghausen - Die Trainer verabschieden sich von der Mannschaft, und die Mannschaft verabschiedet sich aus der Weser-Ems-Liga in Richtung Landesliga: Bei den Handballern des TV Cloppenburg II steht an diesem Sonnabend zum Saisonabschluss das große Abschiednehmen an. Aber zunächst wollen die Cloppenburger, die bereits Vizemeister sind, noch zwei Punkte aus dem Heimspiel gegen den Tabellenfünften RW Damme, das auf 19 Uhr vorverlegt wurde, mitnehmen.

Ebenfalls an diesem Sonnabend um 19 Uhr spielt der Cloppenburger Ligakonkurrent HSG Friesoythe. Und auch bei dem Aufsteiger, der vor der letzten Partie Rang sieben belegt, feiert der Coach seinen Ausstand: Das Duell mit dem Dritten TV Bissendorf-Holte II ist für Johannes Grumbd das letzte Spiel auf der HSG-Bank.

Erst am Sonntag geht es für die Weser-Ems-Liga-Handballerinnen des SV Höltinghausen in die letzte Begegnung der laufenden Spielzeit: Das viertplatzierte Team des Trainers Christoph Harney misst sich ab 15 Uhr zu Hause mit dem Tabellenfünften SFN Vechta II.

Weser-Ems-Liga der Männer, TV Cloppenburg II - RW Damme. Zwar kann sich am Tabellenstand des TVC nichts mehr ändern, dennoch dürften die Cloppenburger motiviert in die Partie gehen. „An diesem Sonnabend sind wir zu Hause genau 14 Monate verlustpunktfrei“, berichtet Coach Markus Gabler. „Und diese Serie, die nach einer Niederlage gegen Eicken begonnen hatte, wollen wir natürlich verlängern.“

Aber auch aus dem Hinspiel ziehen die Gastgeber Motivation: Im Februar hatte die Oberliga-Reserve mit 23:31 in Damme klar den Kürzeren gezogen. „Wir haben in dieser Saison bisher gegen keine Mannschaft zweimal verloren, und das soll auch so bleiben“, sagt Gabler, der auf Johannes Abeln und Taddäus Wilken verzichten muss, aber wieder den jungen Hermann Thye einsetzen kann.

Derweil können die Gäste auf große Unterstützung bauen. Sie setzen einen Fanbus ein, um das Auswärtsspiel zu einer Art Heimpartie zu machen.

Derweil planen die Cloppenburger, nach der Begegnung zusammen das DFB-Pokalfinale im Fernsehen zu schauen. Aber auch ein Abschiedsessen ist geplant, in dessen Rahmen Gabler und sein spielender Co-Trainer Kim Pansing, die beide zum TV Dinklage wechseln, „Lebewohl“ sagen wollen. „Es war schon hart für mich, als das letzte Training vorbei war. Den einen oder anderen Spieler habe ich fünf Jahre lang trainiert. Da fällt der Abschied schwer“, sagt Gabler. Den Spielern wird es nicht anders ergehen, haben sie doch fünf erfolgreiche Jahre mit Gabler erlebt.

TV Bissendorf-Holte II - HSG Friesoythe. Dass der Tabellendritte schlagbar ist, haben die Friesoyther erst vor Kurzem gemerkt. Ende April unterlagen sie dem TV Bissendorf-Holte II zu Hause knapp. Nun will der Tabellensiebte die Überraschung schaffen und so sein ausgeglichenes Punktekonto (23:23) in den positiven Bereich hieven.

Aber schon vor dem Spiel zeigt sich Grumbd „grundsätzlich zufrieden“ mit der Saison. Schließlich hat sich die HSG als Aufsteiger einen soliden Mittelfeldplatz erspielt. „Allerdings haben wir fünf, sechs Spiele aufgrund eigener Blödheit verloren, nicht weil der Gegner besser war“, kritisiert Grumbd, der auf den urlaubenden Jonas Alberding verzichten muss.

Wehmut kommt bei Grumbd, der längst eine Identifikationsfigur der HSG ist, vor dem nahenden Abschied von der Trainerbank nicht auf. „Das war ja ein wohl erwogener Entschluss“, sagt Grumbd. Stolz kann er sowieso sein, egal wie das letzte Saisonspiel endet. Die Mission Aufstieg in die Weser-Ems-Liga mit anschließendem Klassenerhalt ist souverän erfüllt worden.

Weser-Ems-Liga der Frauen, SV Höltinghausen - SFN Vechta II. Sollte der TV Bohmte das Duell gegen den Tabellensiebten TuS Wagenfeld nicht gewinnen, könnte dem SVH ein Sieg sogar noch Rang drei in der Abschlusstabelle einbringen. Aber Trainer Christoph Harney geht davon aus, dass sein Team eine schwere Aufgabe zu lösen hat. „Ich weiß nicht, wer alles aus anderen Mannschaften des Vereins im Team SFN Vechta II auflaufen wird,“ befürchtet der SVH-Coach, dass der Gegner Unterstützung bekommen könnte.

Das Hinspiel hatten die Höltinghauserinnen mit einem Tor Unterschied verloren. „Aber das ist lange her“, sagt Harney, dem alle Spielerinnen zur Verfügung stehen. „Seitdem haben wir uns weiterentwickelt.“ Das macht ihm auch für die neue Saison Mut. „In dieser Spielzeit waren Platz eins und zwei weit weg. Aber wir haben eine Menge Erfahrung gesammelt, so dass wir hoffentlich in der neuen Saison oben angreifen können.“

Steffen Szepanski
Steffen Szepanski Redaktion Münsterland (Lokalsport)