Cappeln/Bremen - Bei den stark vom Abstieg bedrohten Volleyballerinnen des TV Bremen-Walle drohte ihm eine überraschende Niederlage – doch am Ende konnte er noch einen 3:1-Sieg verbuchen: Oberligist SV Cappeln hat sich nach einem schwachen Start am Samstag in der Hansestadt noch gefangen, drei Punkte eingefahren und sich auf Tabellenplatz drei verbessert. „Überzeugend war die Leistung nur phasenweise“, sagte SVC-Trainer Ludger Ostermann nach dem ersten Spiel seines Teams im Jahr 2024. Er vermutete, dass seinen Spielerinnen zu Beginn noch ihr deutlicher Sieg im Heimspiel im Kopf herumgespukt hatte, schloss aber auch nicht aus, dass seine taktischen Vorgaben das Team gehemmt hatten.
Gegner zeigt mehr Biss
Auf jeden Fall musste der SVC sein Spielsystem etwas umstellen, weil Sarah Nieder fehlte. Das führte zu Abstimmungsproblemen, allerdings waren die Bremerinnen in Satz eins auch das bissigere Team. Der größere Kampfgeist brachte ihnen einen 25:18-Erfolg und damit die Satzführung ein.
Doch nun war der Gast offensichtlich richtig wach und hochkonzentriert. Eine aufschlagstarke Melanie Fietz sorgte dafür, dass der Stadtteilclub kaum noch mal in den Angriff kam und schon bald der Satzausgleich geschafft war (25:17).
Durchgang drei dominiert
Und dann schien der SVC nicht mehr zu stoppen zu sein: Durchgang drei wurde zur ganz deutlichen Angelegenheit für die Cappelnerinnen. Sie schossen Walle förmlich aus der Halle. Tolle Aufschläge von Karoline Meyer sowie das umsichtige Spiel Romy Kokenges und Julia Willenborgs brachten dem SVC einen 25:6-Erfolg ein.
Doch im Gefühl des sicheren Sieges schlich sich der Schlendrian ins Cappelner Spiel ein. So wurde es in Satz vier noch mal eng. Allerdings sorgten Hannah Thunert mit starken Aufschlägen und Judith Theilmann mit geschickten Angriffen dafür, dass der SVC den Sack zumachte: 25:22 ging der vierte Durchgang an den Gast, der den Abstieg der Bremerinnen besiegelt hat.
SVC: Tanja Jansen, Romy Kokenge, Anna Lübbe, Karoline Meyer, Veronika Möller, Nicole Ovelgönne, Christina Schumacher, Judith Theilmann, Hannah Thunert, Julia Willenborg.
