Cappeln/Gnarrenburg - Sie haben nicht zu ihrer gewohnten Leistung gefunden, aber im Team der SG Karlshöfen/Gnarrenburg ihren Meister, der damit auch der Meister aller Mannschaften der Oberliga II ist: Die Volleyballerinnen des SV Cappeln haben am Samstag nicht nur das Spitzenspiel im Landkreis Rotenburg in 0:3 Sätzen, sondern damit auch ihre kleine Chance auf den Titel verloren. In Gnarrenburg bedeutete die Niederlage der Truppe des Trainers Ludger Ostermann gegen den Spitzenreiter, dass dieser nach einem 3:0-Erfolg im ersten Spiel gegen den Vorletzten TV Bremen-Walle 1875 am letzten Spieltag nicht mehr vom ersten Platz zu verdrängen ist. Ihr eigentliches Saisonziel, den Klassenerhalt, hatten die Cappelnerinnen ja eh schon erreicht, und auch nach der dritten Niederlage im zwölften Spiel muss man dem SVC ohne Zweifel eine tolle Saison bescheinigen. „Leider haben wir heute verdient gegen eine sehr gut aufgelegte Mannschaft, den verdienten Meister der Oberliga, verloren“, sagte Trainer Ludger Ostermann.
Dabei hatte es zunächst so ausgesehen, als könnten die Cappelnerinnen es dem Tabellenführer richtig schwermachen. Von mehr als 50 Fans, die die 140 Kilometer lange Anreise nach Gnarrenburg auf sich genommen hatten, lautstark angefeuert, führte der SVC zu Beginn 8:4.
Doch anschließend lief es in der Annahme nicht mehr so gut, und die SG wurde immer stärker: „Aufgrund der guten Aufschläge von unserem Gegner waren wir nicht in der Lage, im Angriff Druck aufzubauen“, so Ostermann, der mitansehen musste, wie der erste Satz 21:25 verloren ging und im zweiten Satz bei seinem Team kaum mehr was zusammenlief. Nicht nur in der Annahme, sondern nun auch in der eigentlichen SVC-Stärke des Aufschlags unterlief dem Gast ein Fehler nach dem anderen. So stand es schnell 10:25.
In Durchgang drei konnten die Cappelnerinnen zwar die Fehler reduzieren und mit 12:8 in Führung gehen, aber es war einfach nicht ihr Tag. So ging auch Satz drei verloren (20:25), womit vor dem letzten Spiel bei der TSG Westerstede (9. März) der zweite Platz des SVC in Gefahr gerät.
SVC: Jansen, Kokenge, Lübbe, Meyer, Möller, Ovelgönne, Schumacher, Theilmann, Thunert, Willenborg, Fietz. Trainer Ostermann.
