Bad Zwischenahn - Dass es die Fünf-Satz-Könige der VSG Ammerland auch im Schnelldurchlauf können, bekam am Sonntagnachmittag Schlusslicht VC Osnabrück zu spüren. Die Ammerländer gewannen in Bad Zwischenahn mit 3:0 (25:21, 25:17, 25:22) und verteidigten damit ihren dritten Platz in der Regionalliga.
Den ersten Sieg in drei Sätzen im bisherigen Saisonverlauf – insgesamt war es der sechste Sieg im siebten Spiel für die VSG – wollte Trainer Torsten Busch aber nicht überbewerten: „Wir haben unsere Pflichtaufgabe heute gelöst. Osnabrück war bisher aber auch unser schwächster Gegner.“ Entscheidend war für Busch der Unterschied in der Aufschlag-Annahme: „Da waren wir einfach stabiler als Osnabrück und haben es so geschafft, über alle Positionen im Angriff mit mehr Druck zu agieren, als unser Gegner.“
Im ersten Durchgang starteten die Gastgeber mit einigen Mühen. Busch musste früh im Spiel die Block-Taktik umstellen. Das half, bis zum 13:13 war es aber eine offene Partie. Dann wechselte der VSG-Coach im Zuspiel Christian Anders für Jannik Koenigs und Diagonalspieler Nicolas Schwede für Anton Klots ein. In neuer Besetzung – neben den Einwechslern spielten Timo Pundt, Jens Zander, Simon Adelmann, Bengt Jacobs und Focko Alex – zog die VSG davon und nutzte bei 25:21 den zweiten Satzball.
„Der Doppelwechsel hat gut funktioniert“, freute sich Busch. Er vertraute im weiteren Spielverlauf seiner neuen Formation, brachte aber immer wieder Koenigs und Klots für einige Punkte zurück ins Spiel. Im zweiten Satz spielten die Ammerländer souverän von vorne weg. Osnabrück fand kaum Mittel gegen die druckvollen Angriffe von Pundt und Schwede. „Nicolas hat heute ein richtig starkes Spiel gemacht. Sein Druck im Angriff war heute eine Andeutung, wie wichtig er für uns im Saisonverlauf werden kann“, lobte Busch. Bei 24:17 war es schließlich ein Fehler der Gäste, der den Ammerländern die 2:0-Führung bescherte.
Im dritten Durchgang waren die Gastgeber für eine kurze Zeit nicht fokussiert genug, bis zum 8:6 war das Duell ausgeglichen. Dann zogen die Ammerländer auf 12:6 und 20:14 davon. Beim 24:22 hatten die VSGer bereits vier Matchbälle vergeben. Busch nahm eine letzte Auszeit und mahnte zur Konzentration. Direkt die nächste Chance nutzte Außenangreifer und Kapitän Pundt – er wurde später zum MVP gewählt – zum 25:22. „Es ist wichtig zu sehen, dass wir solche Spiele auch in drei Sätzen über die Bühne bringen können“, sagte Busch, der nie das Gefühl hatte, dass die Partie kippen könnte.
Weiter geht es für die Ammerländer am kommenden Samstag mit einem Auswärtsspiel. Dann tritt die VSG um 19 Uhr beim noch ungeschlagenen Tabellenführer in Lintorf an.
