Einmal im Jahr kommen Sportler aus allen Abteilungen der 800 Mitglieder starken Turnerschaft Hoykenkamp zusammen, um sich gemeinsam in einer „Disziplin“ zu üben, die der Verein ansonsten nicht anbietet – im Tanzen. „Vereinsgründungsfeier“ nennt die Turnerschaft dies Fest, das traditionsgemäß mit der Ehrung langjähriger Mitglieder verbunden ist. Bei der jüngsten Feier am Sonnabend in Menkens Saal übernahm es Ehrenvorsitzender Georg Schmidt, den Jubilaren die Treuenadeln anzuheften. Für 40-jährige Mitgliedschaft ehrte er Hans-Georg Ahrens (Abteilungsleiter Handball), Monika Flis (Handball/Turnen), Jürgen Fokken (Handball), Elfriede Hefker (Turnen), Irmtraud Dannemann (Handball) und Heino Witte (Tischtennis). Seit 25 Jahren sind dabei: Dirk Maske (Handball), Frank Müller (Handball) und Linda Schmidt (Tischtennis). Keinen Hehl machte Georg Schmidt aus

seiner Enttäuschung über die nur geringe Beteiligung an der Feier. Auch einzelne der Jubilare waren nicht gekommen. „Wenn ich da an unsere bevorstehende 100-Jahr-Feier denke, wird mir angst und bange“, mahnte der Ehrenvorsitzende eine bessere Beteiligung an.

Komplett war die Riege derer, die am Freitagabend zum Finale der Plattdüütschen Week in der Mensa des Schulzentrums Ganderkesee zur Ehrung nach vorn gebeten wurden. Das waren allerdings auch nur drei Mitstreiter: Angela Hillen, Meike Saalfeld und Dirk Wieting erhielten als Dankeschön fürs Organisieren von Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas Buchgeschenke beziehungsweise Blumen. Das Trio wird auch die Organisation der nächsten, „größeren“ Week in der ersten Novemberwoche 2010 übernehmen. Dann werde es mit Sicherheit wieder einen Lesewettbewerb geben, kündigte Meike Saalfeld an. Was außerdem, werde noch besprochen.

Apropos Dirk Wieting. Dieser Tage stieß Liesa Hube aus Falkenburg auf ein Bild des Landwirts, der ja zurzeit schwer im Einsatz ist (nach der „Week“ wird er am 11.11. den Faschingsauftakt in Immer moderieren). Das Foto zeigt den noch jungen Dirk mit Ulrike Behrens, geb. Hube, und Wolfgang Otten Mitte der 1960er Jahre beim Abtanzball im Falkenburger Gasthaus „Zum Deutschen Haus“ (Wiedau). Ein wenig verändert habe sie Wieting schon, findet Liesa Hube...

Sehr zufriedene Mienen gab’s am Wochenende bei den Organisatoren des Spielzeugbasars in Bülterei (rundes Bild). 24 Verkäufer – und damit mehr als üblich – hatten für ein üppiges Angebot gesorgt. Auch die Nachfrage nach dem selbstgebackenen Kuchen war rege. Als Reinerlös seien am Ende 250 Euro für den Grüppenbührener Spielkreis Hummelburg herausgekommen, berichtet Denise Grape. Zurzeit werde beim Spielkreis gespart – auf ein neues Außenspielgerät.

Über eine stattliche Summe kann sich auch der Ganderkeseer Hospizverein freuen. Bei dem von der NWZ veranstalteten 1. Ganter-Sponsorenlauf während des Ganter-Tachs seien (durch „erlaufene“ Gelder und durch Spenden) 508 Euro zusammengekommen, berichtet NWZ -Verkaufsleiter Stefan Gruchow. Nach einer Statistik von Werner Nolte vom Lauftreff Ganderkesee schaffte Ute Ellinghusen 47 Runden (à 400 Meter), Karin Musarra und Ralf Krebs kamen jeweils auf 46. Der vierjährige Felix Marbach drehte sieben, die zehnjährige Franca Hollmann 16 Runden.

Ständig in Bewegung waren zur Zeit des Sponsorenlaufs auch die „Hengeler Weend Blaozers“ (Niederlande) und Stefan Koller. Sowohl die swingenden Musiker als auch der Komiker mit seinem imaginären Hund „waren ein Glücksgriff“, fand Thorsten Rosowski, der gemeinsam mit Renate Drieling und Helga Daun das Ganter-Tach-Organisationsteam bildete. „Die kamen bestens an.“ Für Rosowski steht bereits fest, dass die Musiker und der Bonner Komiker nicht zum letzten Mal nach Ganderkesee eingeladen wurden.

Kurz vor dem offiziellen Beginn des Ganter-Tachs hatte die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Zießler mit dem verkleideten Stefan Koller vor der Kirche eine kleine Tanzeinlage gegeben. Dort sollte ursprünglich die Eröffnung stattfinden. Doch aus Mangel an Zaungästen mussten Zießler und Koller samt Entourage zum Marktplatz gehen, wo deutlich mehr Besucher waren.

Um den Gast mit seinem Schweizer Akzent zu integrieren, nahm das Ganderkeseer Dreigestirn aus Christel Zießler, Renate Drieling und Helga Daun den weit gereisten Ortsfremden unter seine Fittiche. Das Trio stieg mit dem „Schweizer“ in die rote Gondel, die mitten auf dem Ring stand und in die sich viele Besucher ob Höhenangst nicht trauten. Schließlich hievte ein 50-Tonner die kleine Gondel mit einem Meter pro Sekunde auf 40 Meter Höhe. Das schien die stellvertretende Bürgermeisterin nicht weiter zu stören. Stefan Kollers trockener Kommentar: „Das war wie in der Schweizer Bergbahn.“

Das Spiel mit dem imaginären Hund, erklärte Koller den umstehenden Gästen, funktioniere nur bei Erwachsenen. „Kinder fühlen sich verschaukelt.“ Für seinen „Rex“ hatte er noch ein besonders schönes Bild parat: Der sei wie eine Art „Hovercraft“: „Er schwebt so vor sich hin.“