Einmal mehr als glühender VfL-Handballfan hat sich Bürgermeisterin Rita Schilling geoutet. So war sie eine der ersten, die sich ins Online-Gästebuch des Clubs nach dem Sieg in Braila eingetragen hatte, auch machte sie beim „Ball des Sports“ in der Weser-Ems-Halle mächtig Werbung für die VfL-Frauen, die den Einzug ins Challenge-Cup-Finale perfekt gemacht hatten. Und natürlich war Schilling – ganz privat und in Räuberzivil – am Sonntagabend um 18 Uhr zum Empfang des Teams gekommen.
Derweil ist Sascha Vorontsov seinen „Heiner-Brand-Schnauzbart“ los. Der Torwarttrainer der VfL-Handballerinnen hatte in Braila seine Wette verloren, als die Frauen trotz der Hinspielniederlage doch noch weiter kamen. Spielerin Dagmara Kowalska hat den Bart entfernt.
Nach dem Ball ist vor dem Ball: Das Organisationskomitee des Sportlerballes unter Federführung von Werner Fredehorst, Vorstandsmitglied des Stadtsportbundes, und NWZ -Sportchef Otto-Ulrich Bals trifft sich schon in Kürze, um den 18. „Ball des Sports“ noch einmal Revue passieren zu lassen und einen Termin für die 19. Auflage in 2009 zu finden. Dabei soll Moderatorin Ines Klemmer erneut in gewohnt souveräner Manier durch den Abend führen.
Großen Beifall ernteten im Showprogramm des Sportlerballes vor allem die Sportakrobatinnen des Oldenburger TB um Christiane Karczmarzyk. Ihren großen Auftritt hatten zudem zahlreiche Mädchen und Jungen der Grundschule Dietrichsfeld. Durften sie doch zu Beginn die erfolgreichen Sportler des Jahres 2007, die von der Stadt ausgezeichnet wurden, in die Kongresshalle geleiten.
Überaus ernst nahmen unterdessen die ehemaligen Zweitligaspieler des VfB Oldenburg am Sonntag das Fußball-Benefizspiel zu Gunsten der Familie von Jerzy Hawrylewicz gegen die namhafte polnische Auswahl. So wollte sich der aus Tschechien angereiste ehemalige VfB-Torjäger Radek Drulak partout nicht auswechseln lassen. Als er dann in der zweiten Halbzeit auf Geheiß des Trainer-Duos Wolfgang Sidka und Klaus-Peter Nemet vom Platz musste, war er so sauer, dass er laut schimpfend in die Kabine lief und danach nicht mehr gesehen wurde.
Besonders gefragt waren im Marschwegstadion die Autogramme des ehemaligen Box-Weltmeisters Dariusz Michalczewski. Er war bereits am Sonnabend angereist und traf sich mit Thomas Möller und dem Ex-Kieler Daniel Jurgeleit zum gemeinsamen Abendessen.
Nach dem Anstoß des Benefizspiels entschied sich Oberbürgermeister Gerd Schwandner spontan, selbst mitzukicken. Er ließ sich von Möller die Fußballschuhe und von Initiator Robert Kowalewski das Trikot mit der Aufschrift Hawrylewicz geben und lief in den letzten Minuten auf.
Am Sonntagabend weilte Schwandner dann schon wieder auf der Tribüne der EWE-Arena, um die Bundesliga-Korbjäger der EWE Baskets auf dem Weg zum 21. Saisonsieg anzufeuern.
Im munteren Spieler-Karussell der Baskets in den vergangenen Bundesliga-Jahren ist sicher Sean McCaw vielen Anhängern in guter Erinnerung geblieben. Der Basketball-Profi, der in der Saison 2002/ 2003 unter Trainer Don Beck in Oldenburg spielte, war ein Sympathieträger auf und neben dem Platz. Unvergessen ist sein Einsatz als Weihnachtsmann beim Dunking für ein NWZ -Titelbild. Am Sonntag kehrte der 34-jährige US-Amerikaner, der auch die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt, als Trainer des Absteigers Jena nach Oldenburg zurück und plauderte dabei in perfektem Deutsch mit vielen alten Bekannten.
