Hinte - Nach dem 3:0-Sieg gegen Süderneuland steht der TuS Hinte auf einem direkten Aufstiegsplatz. Der Traum vom Doppelaufstieg ist zum Greifen nahe. Die Spieler der Eintracht können das packen, was nur wenige Teams vor ihnen geschafft haben – den direkten Durchmarsch von der Kreisklasse in die Bezirksliga. Zwei Heimspiele entscheiden über Relegation oder Direktaufstieg.
Das erste Heimspiel bestreitet Hinte gegen den TuS Weene. Die Partie am Pfingstmontag (15 Uhr) ist gleichzeitig für die Elf von Trainer Matthias Voss die entscheidendste. Sollte sein Team einen Sieg einfahren, gerät der direkte Aufstiegskonkurrent aus Holtriem gehörig unter Druck. Der Tabellendritte müsste dann nicht nur sein letztes Heimspiel gewinnen, sondern auch noch reichlich Tore schießen, um sich mit einem besseren Torverhältnis an der Eintracht vorbeizuschieben. Und selbst dann könnte Hinte mit einem Remis oder Sieg am letzten Spieltag erneut vorbeiziehen.
Sollte Hinte die Partie gegen Weene allerdings verlieren, gerät die Voss-Elf noch einmal gehörig unter Druck. Vor allem, wenn die Gäste mit drei Toren Unterschied oder mehr gewinnen sollten, dann rutscht Hinte wieder auf den Relegationsplatz ab. Und dann kommt es gleichzeitig auch zum ganz großen Showdown am letzten Spieltag, an dem – sollten beide Aufstiegskandidaten die letzte Partie gewinnen – das Torverhältnis darüber entscheiden wird, wer direkt in die Bezirksliga aufsteigt.
Soviel zur Theorie. Der TuS-Trainer fasst es noch einmal mit seinen Worten zusammen: „Wenn wir vier Punkte in den letzten Spielen holen, sind wir durch und dann haben wir den Aufstieg in die Bezirksliga auch verdient“, sagt Voss. Seine Mannschaft musste am Mittwochabend gegen Süderneuland ohne ihren Cheftrainer auskommen. „Ich musste noch schnell operiert werden und wurde erst um 22 Uhr aus dem Krankenhaus entlassen“, erklärt Voss, der das Spiel seiner Mannschaft im Aufwachraum verfolgte. „Ich war noch ein bisschen in Trance, aber mein Bruder war vor Ort und hat mich auf dem Laufenden gehalten.“
Seine Mannschaft hingegen war hingegen alles andere als in Trance. Nach gleich drei verletzungsbedingten Auswechslungen von Juri Kiefel, Kapitän Ajo Rehn und Patrick Poppen schossen drei andere die Tore. Cedric Wassug (70.), Niklas Dörr und Mustafa Hammad (83.) machten binnen 13 Minuten den 3:0-Erfolg perfekt. „Das zeigt einfach, dass unsere Mannschaft nicht aus Speck und Bohnen besteht. Wir brauchen in dieser Saison jeden Spieler“, sagt Voss. Er konzentriert sich mit seinem Team jetzt auf die Partie am Pfingstmontag.
„Natürlich ist die tabellarische Konstellation so, dass wir den Direktaufstieg in der eigenen Hand haben, wir wissen aber auch, dass mit Weene kein einfacher und sehr robuster Gegner auf uns zukommt“, sagt Voss. Ihm ist die bessere Ausgangslage seiner Mannschaft dennoch bewusst. „Wenn du zwei Spiele vor Schluss den Relegationsplatz sicher und auch noch ein Spiel mehr hast als Holtriem, dann willst du natürlich auch direkt aufsteigen.“ Voss ist aber schon jetzt auf die Leistung seiner Spieler stolz: „Das ist doch überragend und Weltklasse, was die Jungs abfeuern.“ Fehlt eigentlich nur noch der krönende Abschluss, oder „Vossi“? „So sieht es aus. Wir haben noch 180 Minuten Fußball, mit Training 270 Minuten, in denen wir Vollgas geben, um die Tür zur Bezirksliga einzuhauen.“
