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Rotation bei Baskets Oldenburg Dreht Coach Calles nach der Teague-Rückkehr nun am Kader-Karussell?

Spielte sich in den Fokus seines Trainers: Oldenburgs MaCio Teague.

Spielte sich in den Fokus seines Trainers: Oldenburgs MaCio Teague.

Fabian Steffens

Oldenburg - Wie gut eine Mannschaft intakt ist, zeigt sich nicht nur im Erfolg, sondern vielmehr in schwierigen Situationen. MaCio Teague (25) hatte sportlich zuletzt einen schweren Stand bei den EWE Baskets Oldenburg. Doch er hat diese Umstände angenommen und nicht aufgegeben. Am Dienstagabend war er im ersten Bundesligaspiel des neuen Jahres zur Stelle, als ihn die Mannschaft und Trainer Pedro Calles brauchten.

Gelungene Rotation

Beim 83:81 (39:30)-Heimerfolg gegen die Niners Chemnitz trug der US-Amerikaner trotz fehlender Spielpraxis seinen Teil dazu bei, dass die Oldenburger Basketballer nach 40 intensiven und hart umkämpften Minuten den neunten Saisonsieg vor der heimischen Fankurve in der mit 6000 Zuschauern ausverkauften großen EWE-Arena ausgelassen feiern konnten.

Die Sachsen verlangten den Gastgebern alles ab. Wie schon in Hamburg am 27. Dezember (96:95 für Oldenburg) war es bis zum Schluss ein Nervenkrimi. Topscorer DeWayne Russell (23 Punkte) führte das Team mit seinen wichtigen Punkten in der kribbeligen Schlussphase zum Sieg.

Und Teague? Der stand nach seinem bislang letzten Ligaspiel am 6. November in Frankfurt erstmals wieder im Kader, dazu direkt in der Startaufstellung. Durch die Verpflichtung von Rihards Lomazs stehen aktuell sieben ausländische Profis unter Vertrag – sechs nur dürfen eingesetzt werden. Gegen Chemnitz kam Teague in fast 26 Minuten Einsatzzeit auf sieben Zähler, traf einen Dreier, verteilte einen Assist, holte einen Steal sowie zwei Rebounds und war defensiv präsent. „Das ist sehr wichtig. Wir sprechen schließlich immer über das Team“, sagte der Spanier Calles nach dem Spiel über die geglückte Rotation: „Besonders in schwierigen Momenten, wenn die Mannschaft auf dem Prüfstand steht, muss sie das zeigen.“

Und das taten seine Schützlinge. Denn die Tage vor und nach Neujahr waren nicht einfach für den Trainer und seine Mannschaft. Bennet Hundt laborierte noch an seiner Augenverletzung und konnte wie schon in Hamburg nicht spielen. Tanner Leissner (Teague ersetzte ihn) war angeschlagen und wurde geschont, einige Spieler waren dazu krank. „Demnach konnten wir uns nicht so vorbereiten, wie wir es gewollt hätten, allerdings konnten wir einige Veränderungen treffen, die uns geholfen haben.“

Die Leistung von Teague kam für den Baskets-Coach jedoch nicht unerwartet. „Wie ich schon von Anfang an sagte, haben wir gute Jungs hier in Oldenburg, die sehr professionell arbeiten. Das zeigen sie auch, so wie jetzt MaCio, der die letzten sieben Wochen nicht gespielt hat. Er war fokussiert und bereit, als das Team ihn gebraucht hat – und ich finde, er hat uns enorm geholfen“, lobte Calles den 25-Jährigen, der sich im gleichen Atemzug aber auch über die Entwicklung von Spielern wie Owen Klassen (16 Punkte/10 Rebounds/5 Assists) und dem wieder genesenen Kenneth Ogbe (6 Punkte/1 Dreier/3 Rebounds) tierisch freute.

Rotiert Calles nun mehr?

13 Ligaspiele haben die Baskets absolviert, 21 weitere Partien sind es noch in dieser Hauptrunde. Dazu steht noch mindestens eine Begegnung im Pokal (Top-Four-Turnier in Oldenburg am 18./19. Februar) sowie mögliche Playoff-Partien an. Die Saison ist also noch lang. Ob Calles nun öfter auf den ausländischen Positionen rotiert, ließ er jedoch offen. „Ich würde gerne so oft rotieren wie möglich. Auf der anderen Seite bin ich der Coach und ich muss Entscheidungen treffen“, erklärte des Baskets-Trainer und stellte klar: „Ich will fair zu jedem Spieler sein, aber meine Aufgabe ist es, Spiele zu gewinnen – nicht mehr und nicht weniger.“ Teague hat seine Bewerbung für die Partie an diesem Samstag (18 Uhr) in Bamberg jedenfalls abgegeben.

Niklas Benter
Niklas Benter Sportredaktion
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