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Situation bei den Baskets Vor Europapokalspiel in Izmir – Diesen Aufschluss gibt Oldenburgs Sieg in Bamberg

Zeigte eine starke Leistung nach langer Verletzungspause: Oldenburgs Kenneth Ogbe (links) gegen Bambergs Adrian Nelson
Analyse

Zeigte eine starke Leistung nach langer Verletzungspause: Oldenburgs Kenneth Ogbe (links) gegen Bambergs Adrian Nelson

IMAGO/Löb

Oldenburg - Der eine war einfach nur happy, der andere freute sich mit seinem Teamkollegen zwar über den 92:83-Erfolg bei den Bamberg Baskets, doch persönlich dürfte ihm diese von Basketball-Trainer Pedro Calles verordnete Auszeit nicht geschmeckt haben. Neben diesen beiden Erkenntnissen gab es auch noch eine dritte.

Die erste Erkenntnis

Der eine, das ist Kenneth Ogbe. Der Flügelspieler gab nach langer Leidenszeit am fünften Bundesliga-Spieltag sein Saison-Debüt für die EWE Baskets Oldenburg und verzückte bei seinem ersten Auftritt nach fast zehnwöchiger Verletzungspause die eigenen Fans und seinen Trainer Calles. „Es fühlt sich gut an, wieder auf dem Feld zu stehen. Es waren lange zehn Wochen. Ich versuche einfach, den Moment zu genießen“, sagte der 28-jährige Ogbe bereits in der Halbzeitpause der Partie am Freitag.

Die Erkenntnis: Er braucht nicht viel Anlaufzeit – trotz fehlender Wettkampferfahrung. Der Ex-Bamberger kam an seiner alten Wirkungsstätte in 14:40 Minuten Einsatzzeit auf acht Punkte. Ogbe verpasste große Teile der Vorbereitung und stand zuletzt beim Fan-Day am 17. September gegen Rasta Vechta (81:94) auf dem Parkett. Anschließend fiel der Small Forward verletzt aus. Nun ist er wieder da.

Spielbericht
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Niklas Benter
Bamberg

Die zweite Erkenntnis

Der andere, das ist wiederum Kyle Foster. Dieser konnte seinen Coach in den vergangenen Spielen allem Anschein nach nicht von sich überzeugen und kassierte nach nur 1:24 Einsatzminuten gegen die Rostock Seawolves vor über einer Woche nun die Höchststrafe. Er reiste zwar mit nach Oberfranken, schmorte aber 40 Minuten auf der Bank. Wieso Calles den 25-Jährigen in „Freak City“ nicht einsetzte, wollte der Spanier am Sonntag auf Nachfrage unserer Redaktion nicht kommentieren.

Der Shooting Guard ist ein ausgewiesener Distanzschütze. Deswegen hatten ihn die Oldenburger auch verpflichtet. Doch nach einem starken Auftritt (17 Punkte) zum Auftakt bei den Löwen Braunschweig (86:91) gelang Foster immer weniger. Ob Calles seinen US-Amerikaner mit dieser Maßnahme etwas kitzeln wollte oder mehr dahinter steckt, lässt sich nur mutmaßen. An diesem Mittwoch (18.30 Uhr) sind die Oldenburger in der Champions League bei Pinar Karsiyaka in Izmir gefordert. Wie es um Foster steht, wird die Partie in der Türkei weiter offenbaren.

Vorbericht
Hat für beide Teams gespielt: Karsten Tadda (rechts, hier im Bamberger Trikot) im Duell mit dem früheren Oldenburger Chris Kramer im Jahr 2014. Von 2017 bis 2021 spielte er für Oldenburg, am Freitag ist er Oldenburgs Gegner.

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Niklas Benter
Oldenburg

Seine Dreier-Fähigkeiten wurden in Bamberg zumindest nicht vermisst. Das ist die zweite Erkenntnis. Gut für Oldenburg, schlecht für Foster. Das Calles-Team traf starke 46,4 Prozent aus der Distanz. Sechs Spieler versenkten die Hälfte ihrer Würfe. Das Guard-Duo DeWayne Russell (25 Punkte, 8 Assists, 8 Rebounds) und Charles Manning Jr. (20/3, 2) dominierte erneut in der Offensive.

Die dritte Erkenntnis

Dazu arbeitete das Calles-Team stark in der Defensive. Wie vom Coach gefordert, ackerten seine Spieler am defensiven Brett. Starke 32 Rebounds pflückten die Oldenburger dort runter. Bamberg holte zehn Abpraller weniger. Insgesamt gewann Oldenburg das Rebound-Duell mit 44:35.

„Wir haben das Spiel am Ende nicht mit der nötigen Intensität zu Ende gespielt, so wie wir es eigentlich tun wollten und wie wir es uns eigentlich auch vorgenommen hatten“, bemängelte Calles. Sein Team führte schon mit 22 Punkten im vierten Viertel (84:62): „Aber ich möchte meinen Spielern dennoch zu diesem Sieg hier in Bamberg gratulieren.“ Doch der Spanier lieferte die dritte Erkenntnis direkt hinterher: „Jetzt müssen wir es schaffen, für 40 Minuten konstant unser Spiel zu spielen.“ Das klappte in dieser Saison nicht immer.

Niklas Benter
Niklas Benter Sportredaktion
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