Hude - Seine Vorfreude kann und will Timo Stein nicht verbergen. „Endspiele sind das, was man sich als Sportler wünscht. Es sind die Highlights, auf die man hin fiebert. Alle sind heiß wie Frittenfett!“ Der Trainer der HSG Hude/Falkenburg lebt seinen Handballerinnen mit diesen Worten die Leidenschaft vor, die an diesem Wochenende benötigt wird: Die HSG-Frauen nehmen an diesem Samstag in Bovenden am Final Four des HVN/BHV-Pokals teil.

Der Wettbewerb, der bei vielen Trainern und Aktiven immer häufiger als „unbeliebt“ abgestempelt wird, sorgt in Hude scheinbar für eine besondere Motivation – schließlich stehen die HSG-Frauen bereits zum zweiten Mal nach 2015 im Finalturnier und wollen ihren großen Triumph nun gerne wiederholen. Qualifiziert für die Endrunde haben sich neben der HSG der Gastgeber und Spitzenreiter der Oberliga Niedersachsen HSG Plesse-Hardenberg, Hudes Ligarivale VfL Stade (Tabellenführer Oberliga Nordsee) sowie der Hannoversche SC (Oberliga Niedersachsen).

In der ersten Partie stehen sich um 14 Uhr die Heimmannschaft sowie Stade gegenüber, anschließend treffen um 15.45 Uhr Hannover und Hude aufeinander. Über den Gegner hat sich Stein im Vorfeld Informationen eingeholt. Eine Beobachtung war ansonsten nicht möglich, auch über die Liga weiß der HSG-Trainer nicht viel. „Schwer einzuschätzen“, sagt Stein, für den es ohnehin wichtiger ist, „das eigene Spiele durchzudrücken“. Dafür habe er sich schon einen Matchplan zurechtgelegt.

Einstellen müssen sich alle Mannschaften darauf, dass in der Sporthalle von Plesse-Hardenberg kein Haftmittel genutzt werden darf. „Wir haben die ganze Woche ohne Backe trainiert und dafür sogar noch extra Bälle besorgt“, berichtete Stein. Er will diesem Umstand aber auch nicht allzu große Bedeutung zukommen lassen. „Viel ist auch Kopfsache“, so der Trainer.

Die ganze Konzentration gelte zunächst auch nur dem ersten Gegner. „Wer danach kommt, ist egal“, sagt Stein. Als Sieger ihres Halbfinals würden die Huderinnen um 19.30 Uhr im Endspiel auflaufen, im Fall einer Niederlage ginge es bereits um 17.45 mit dem Spiel um Platz drei weiter. Dieses muss ausgetragen werden, da drei Teams für den DHB-Pokal gemeldet werden können. „Eine zusätzliche Motivation“, findet Stein, der bis auf Torhüterin Karen Tapkenhinrichs auf seinen kompletten Kader plus Frauke von Freeden zurückgreifen kann.

Michael Hiller
Michael Hiller Redaktion Wildeshausen (Lokalsport)