Lohne/Vechta - Veränderungen können wehtun, sie können aber auch zu der Frage führen, warum man sie nicht schon viel früher vorgenommen hat. Vor der 13. Auflage des Hallenchampionats Vechta (siehe auch Bericht auf Seite 23) sorgt der Ausrichter, die Turniergemeinschaft Vechta, für die eine oder andere Neuerung – teils gezwungenermaßen, teils aus freien Stücken.
Das Turnierwochenende (24./25. Oktober) vor dem Hallenchampionat (28. Oktober bis 1. November) musste umgestaltet werden, da das Jugendchampionat in diesem Jahr nach Rastede vergeben wurde. Aber die TGV, das wurde am Dienstag auf einem Treffen von Turnierleitung, Reitern und des Hauptsponsors der Champions Trophy in Lohne klar, will die Veränderungen als Chance nutzen.
So wird sie wieder Jugendprüfungen anbieten, aber auf die umstrittenen Qualifikationsprüfungen und Nominierungen verzichten. Zudem soll das Wochenende vor dem Hallenchampionat nun auch eine Möglichkeit für „ländliche Reiter“, Amateur-Sportler und „40+-Teilnehmer“ sein, sich auf großer Bühne zu präsentieren.
Eine weitere Neuerung sind die Mannschaftsdressur-Wettbewerbe in den Klassen A und L. Die sind nach vielen Gesprächen nicht nur ins Programm aufgenommen, sondern auch hoch dotiert worden. So geht es in der Klasse A um einen Pferde-Anhänger. Zudem gibt es im Rahmen der Mannschafts-Dressur eine mit 2000 Euro dotierte „Phonwertung“. Wer gewinnen will, muss sich also reichlich „Fans“ mitbringen, die Krach machen. Das könnte am Freitagabend zu einer besser gefüllten Halle im Oldenburger Pferdezentrum Vechta führen.
„Führen“ ist auch das Stichwort für Patrick Döller. Der Springreiter des RV Oldenburger Münsterland führt die Wertung der Champions Trophy der Öffentlichen Versicherungen an. Und das, so hofft er, wird auch nach dem Großen Preis, einer Springprüfung der Klasse S***, noch so sein. Dann hätte er die Gesamtwertung der Großen Preise von Cloppenburg, Rastede und Vechta gewonnen.
„Er hat super Chancen“, sagt einer, der es wissen muss: Jan Wernke, selbst ein Springreiter der Extraklasse und Teil der sportlichen Leitung des Turniers. Wernke warnt aber auch: „Es ist noch sehr eng in der Wertung.“
Jürgen Müllender, Vorstandsmitglied der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg, drückt vor allem der TGV die Daumen: „Vechta ist ein Reitstandort, es gibt dort aber auch viele andere Angebote. Ich hoffe, dass das Turnier weiter eine Einheit mit den Veranstaltungen in Rastede und Cloppenburg bildet.“ Bei allen Veränderungen im Vorfeld des Hallenchampionats Vechta soll sich also eines nicht ändern: Dass das Turnier für die Topreiter der Region zu den Höhepunkten des Jahres gehört.
