[/VORSPANN]GROßENKNETEN - GROßENKNETEN/MSB - Jule ist zwar erst elf Jahre alt, aber in ihrer sportlichen Laufbahn hat sie mit der Akrobatik-gruppe „Green Spirits“ schon manch einen großen Auftritt erlebt. So feierten beim Feuerwerk der Turnkunst in Oldenburg tausende von Zuschauern die jungen Athleten. Am vergangenen Wochenende jedoch war von Zuschauern keine Spur. Jule und 16 andere Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren hatten beim Spaßwochenende der Turnerjugend (TuJu) des Landkreises Oldenburg die alte Turnhalle von Großenkneten ganz für sich allein. Fast jedenfalls, denn die Jugendturnwartinnen Karina Jaedicke und Julia Krupp sorgten dafür, dass nichts passierte und hatten eine Menge Sportspiele vorbereitet.
Klar, dass die kleinen Turner den Freiraum begeistert nutzten. Ob Kastenlauf, Kutschenrennen oder Kegeln – die Kinder bewältigten mit Feuereifer die verschiedenen Disziplinen beim TuJu-Turnier am Sonnabend. „Meine Lieblingsstation war der Wackelsessel“, verriet Viertklässlerin Johanna.
Wie auch beim „Wackelsessel“ ging es trotz des Wettkampfcharakters des Turniers nicht ausschließlich um Bestzeiten und -weiten, sondern vielmehr um die Körpererfahrung und das Bewegungsempfinden der Kleinen. „Letztlich sollen die Kinder hier Spaß an der gemeinsamen Bewegung haben“, erläuterte Jaedicke.
Darum hatte die 18-Jährige gemeinsam mit Krupp bereits im vergangenen Jahr das Konzept für ein Spaßwochenende entwickelt. „Damals hatten wir die älteren Kinder und Jugendliche ansprechen wollen“, erklärte Jaedicke. Der Versuch scheiterte. Das Wochenende fiel aus. Zu gering sei die Nachfrage gewesen. Daraus hätten sie Konsequenzen gezogen und das Teilnehmeralter gesenkt, sagte Jaedicke. Eine Maßnahme, die bei den Beteiligten gut ankam.
Ebenso wie das amerikanische Abendbrot. Die Hot Dogs schmeckten den Sportlern nach einem anstrengenden Turniertag einfach klasse. Außerdem wollte keiner mit leerem Magen auf den Nachtstationslauf gehen. Nach dem nächtlichen Liedergurgeln, Pantomime und Begrifferaten fielen die rastlosen Wanderer erschöpft in ihre Schlafsäcke, waren aber am nächsten Morgen schon wieder fit für eine Runde Vertrauensspiele.
„Es hat alles sehr gut geklappt“, waren sich die beiden Organisatorinnen einig und versprachen den kleinen Turnern eine Wiederholung im kommenden Jahr.
