[/VORSPAUTOR][AUTOR] - „Das war ein hochverdienter Punkt für den TSV!“ Nein, es war nicht Ganderkesees Trainer Matthias Trätmar, der diese Äußerung tat. Es war sein Gegenüber vom TuS Heidkrug, Detlev Garmhausen, der dies nach 90 mageren Minuten Bezirksliga-Fußballs bilanzierte. Es fiel ihm leicht, denn er hatte mit dem 1:1 (0:1) einen Punkt mitgenommen, der dem Spiel seines Teams nie gerecht wurde. Denn hätte der TSV gewonnen, hätte auch Garmhausen die Berechtigung des Sieges bestätigen müssen.
Heidkrug hatte im ersten Abschnitt nur einen starke offensive Aktion. Das war nach drei Minuten, als Ganderkesees Sakin den Ball im Mittelfeld verlor und Stapp geschickt in die Lücke der TSV-Abwehr stieß. Gegen seinen Schuss aus 18 Metern war TSV-Torwart Tim Intemann machtlos.
Es dauerte etwas in diesem fahrigen und von vielen Fehler geprägten Spiel, bis der TSV so einigermaßen seinen Rhythmus fand und zu Chancen kam. Aber weder Heinken (12.), der freistehend nicht entschlossen gegen das Leder trat, noch Koschei (24./25.) sowie noch einmal Heinken (32.), dem wieder die Entschlossenheit und der Mut zum Schuss fehlte, schafften den Ausgleich. Schon jetzt war die Führung der harmlosen Gäste mehr als schmeichelhaft.
Und das sollte sich noch steigern, denn nach dem Wechsel begannen die Gastgeber zumindest phasenweise auch noch gut Fußball zu spielen. Immer wieder eröffneten sich die Gastgeber mit Doppelpässen Räume auf den Flügeln – und Chancen. Wieder war es Heinken (56.), der nicht traf. Und nach einem wunderschönen Doppelpass zwischen Asche und Chahrour, schloss letzterer nur halbherzig ab.
Danach stellte Trätmar um, beorderte Sakin in die Abwehrmitte und Badberg ins offensive Mittelfeld. Das hatte zur Folge, dass der TSV noch offensiver agierte und das Spiel noch mehr bestimmte. Es barg aber auch die Gefahr, dass Heidkrug kontern konnte. Zweimal taten es die Gäste gefährlich (72./74.) – in beiden Fälle konnte TSV-Torwart Intemann seine Klasse unter Beweis stellen.
Ansonsten machte nur der TSV das Spiel, das weiter von kleinen Fiesheiten auf beiden Seiten geprägt war. Und Chancen hatte der TSV auch noch: Koschei (75.) setzte das Leder noch über das Tor. Und als nach einem Freistoß die Gefahr für die Gäste schon gebannt schien, fiel doch noch der hochverdiente Ausgleich. Heinken setzte sich halblinks durch, schob zu Koschei, der das Leder zu Asche passte. Der hatte aus 50 Zentimeter keine andere Wahl, als zu treffen. Und als wenig später Heinken zehn Meter vor dem TuS-Gehäuse frei zum Schuss kam, schien es doch noch, als solle die Fußball-Gerechtigkeit siegen. Es war aber nicht sein Tag, denn auch diesen Schuss setzte er neben das TuS-Gehäuse.
Klar, dass danach Garmhausen mit dem einen Punkt zufrieden war, während Matthias Trätmar enttäuscht hinzufügte, dass seine Mannschaft wieder zwei Punkte verpasst habe. Recht hatte er.
