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VORTRAG Rückwärts zum besseren Gedächtnis

Tipps für ein besseres Gedächtnis

Voraussetzung für

ein gut funktionierendes Gedächtnis ist die Durchblutung des Gehirns. Deshalb sollte man möglichst viel Wasser trinken und sich möglichst häufig an der frischen Luft bewegen.

Da das

Gehirn ein Muskel ist, muss es trainiert werden. Wie bei jedem anderen Muskel gilt auch hier: Abwechslung ist wichtig. Wer jeden Tag das gleiche Kreuzworträtsel löst, tut sich nicht keinen Gefallen. Stattdessen sollte man die Rätselart öfter wechseln.

Veränderungen sind

auch im Alltag ratsam. Jeder neue Eindruck ist gut für das Gehirn. Wer sich trotzdem schlecht Dinge merken kann, der sollte sich Bilder zu den zu merkenden Namen oder Dingen auf der Einkaufsliste überlegen. Sieben Mal wiederholen, und die Begriffe müssten sitzen.

75 Männer und Frauen wollten etwas zum Thema Gedächtnistraining erfahren. Nun sollen sie rückwärts laufen und sich am Frühstückstisch umsetzen.

Von Esther Rothstegge

Barßel „Ich habe heute mal fünf Gehirnzellen mitgebracht“, sagt Ingeborg Pflicht am Dienstagabend und legt die nächste Folie auf den Tageslichtprojektor. 75 Frauen und Männer im katholischen Pfarrheim an der Marienstraße in Barßel lachen. „Ich meine natürlich hier auf der Folie“, sagt Pflicht schnell und muss ebenfalls lachen.

Einen unterhaltsamen und lustigen Abend hatten die Veranstalter von der Senioren-Gemeinschaft Barßel und dem Bund katholischer Frauen Deutschlands angekündigt, und den sollten die Besucher auch bekommen. „Fit im Kopf, ein kreatives Gedächtnistraining“ war der Vortrag der Oldenburger Pädagogin und Persönlichkeitstrainerin Ingeborg Pflicht überschrieben, der sich aber schnell zum Ganzkörpertraining für alle Beteiligten entwickelte.

Als erstes wurde nämlich das Flaschen aufschrauben und Wasser einschenken geübt. Schließlich hatte Pflicht schon zu Beginn des Abends erklärt, dass Sauerstoff und Bewegung die Voraussetzungen für ein gut funktionierendes Gedächtnis seien. „Vergesslichkeit hat nichts mit dem Alter zu tun“, sagte sie. „Darunter leiden auch schon Siebenjährige. Also sagt mir nicht, ich bin schon 80, jetzt muss ich das auch nicht mehr lernen. Den Zahn ziehe ich euch allen.“

Statt zu resignieren und „Däumchen zu drehen“, sollte man besser trainieren und Veränderungen zulassen. „Das Gehirn ist ein Muskel, und Muskel wollen trainiert werden“, so die 62-Jährige. Bridge spielen oder rückwärts gehen seien zwei Möglichkeiten, das Gedächtnis zu trainieren. Auch das Wechseln des Platzes am Frühstückstisches wirke oft schon Wunder. „Das Gehirn braucht Abwechslung und neue Eindrücke“.

Und dafür sorgte Pflicht natürlich gleich mit ihrer nächsten Übung, schließlich sollten Wasser einschenken und Lachen nicht die einzigen Bewegungen des Abends bleiben. Ein Merksystem war inzwischen das Thema, und kurze Zeit später klopften sich auch schon die 75 Männer und Frauen auf den Hintern und riefen dazu „Nixon, Nixon, Nixon“. Ein bisschen komisch kamen sich die meisten dabei wohl schon vor, doch das Ergebnis konnte sich sehen und vor allem hören lassen. Nach der Übung konnten alle problemlos die Namen der zehn US-amerikanischen Präsidenten seit Dwight D. Eisenhower aufsagen.

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