Varel - Geschafft: Die Landesliga-Volleyballer des Vareler TB haben mit zwei Heimsiegen den Meistertitel und den direkten Wiederaufstieg in die Verbandsliga perfekt gemacht. In der Sporthalle des Schulzentrums an der Arngaster Straße besiegte die Mannschaft um Spielertrainer Andreas Sinke am Sonnabend vor zahlreichen begeisterten Fans Bremen 1860 III mit 3:1 (20:25, 25:17, 25:12, 25:12) und die SG Ofenerdiek/Ofen mit 3:0 (25:18, 25:22, 25:11). Anschließend kannte der Jubel keine Grenzen mehr.
Dabei standen die Vorzeichen vor diesen beiden abschließenden Saisonspielen gar nicht so gut. Beide Hinspiele hatten die Friesländer gegen diese beiden Mannschaften verloren. Umso nervöser startete der VTB, der noch einen Sieg für den angestrebten Titel benötigte, in die Partie gegen Bremen 1860 III. Die erfahrenen Hanseaten überrollten förmlich die Vareler. „Wir hatten zu Beginn die Hosen voll“, beschrieb VTB-Mannschaftskapitän Christian Jünger die Lage.
Erst zum Satzende hin fand der Vareler TB wieder zu seinem gewohnten Spiel. Den zwischenzeitlichen Elf-Punkte-Rückstand konnten die Gastgeber allerdings nicht mehr aufholen. Somit ging Durchgang eins mit 25:20 an die Gäste. Nach einer kurzen Festigungsphase im zweiten Satz war das Sinke-Team dann aber nicht mehr zu stoppen. Der VTB-Block war schlichtweg dicht, und in der Abwehr wurde nahezu jeder Ball geholt. Satz zwei gewannen die Vareler souverän mit 25:17. In den anschließenden zwei Sätzen war Bremen 1860 III beim 25:12 und 25:12 schließlich chancenlos. Mit dem 3:1-Sieg war den Varelern der Titel jetzt schon nicht mehr zu nehmen. Dementsprechend ausgelassen war die Stimmung in der Halle und auf dem Spielfeld. Marlen Webersinke, Erste Vorsitzende des VTB, und die neue Zweite Vorsitzende Stephanie Tjarks waren mit die ersten Gratulanten in der Halle.
Der neue Meister, von vielen auch als „Gummiwand Varel“ bezeichnet, ließ dann der offensichtlich beeindruckten SG Ofenerdiek/Ofen in der zweiten Partie des Heimspieltags keine Chance. Die beiden starken Vareler Angreifer Jan-Hendrik Elberling und Stephan Reiners machten in diesem Spiel den Routiniers Markus Goebel und Eckhard Johanning Platz.
Hartmut Gundlach (II. Herren) gönnte auch Kapitän Christian Jünger auf der Mittelblockerposition einen Satz Erholung. Die Satzergebnisse von 25:18, 25:22 und 25:11 ließen keinen Zweifel daran, dass die beste Mannschaft den Meistertitel mit schlussendlich vier Punkten Vorsprung vor Vizemeister VSK Osterholz-Scharmbeck holte.
„Nächste Saison steht also wieder Verbandsliga an. Wir freuen uns auf viele alte Bekannte und nicht mehr so viele Touren nach Bremen“, resümierte Jünger, ehe es zur stimmungsvollen Meisterschaftsfeier ging.
