WANGEROOGE - „So etwas muss man mal gemacht haben, bevor man den Löffel abgibt!“ Uschi ist sichtlich begeistert von ihrem Fallschirmsprung über Wangerooge. Die Urlauberin ist nun schon zum zweiten Mal mit dem Fallschirm-Sportspringer-Club (FSC) Bielefeld über der Insel abgesprungen.

Seit mehr als 20 Jahren reist der Club im Sommer zum Sprungcamp auf die Insel. Dann üben die Springer am Himmel über Wangerooge Formationen, Akrobatik und freien Fall. Jedes Mal bietet der Club auch Tandemsprünge an, bei denen Interessierte gemeinsam mit dem Tandemmaster an einem Schirm springen können.

Eine Altersgrenze gibt es für das Fallschirmspringen nicht. So absolvierte auf Wangerooge auch schon eine 81-jährige Urlauberin einen Tandemsprung.

Normalerweise springen die Mitglieder des Clubs in Paderborn. „Auf der Insel ist es aber ein ganz besonderes Flair“, sagt Jörg Sommer, einer der Springer. „Am schönsten ist es, wenn man Westwind hat. Dann kann man über dem Dorf abspringen und am Strand landen.“

Unfälle gab es noch keine. Und damit sich das auch nicht ändert, gibt es vor jedem Tandemsprung eine Einführung, in der Sicherheitshinweise und genaue Abläufe erklärt werden. Auch die Körperhaltung ist sehr wichtig. Christine Hofgrefe-Ommen weiß aus Erfahrung: „Man muss bei dem Sprung eine gewisse Grunddisziplin haben. Das erleichtert das ganze.“

Die Insulanerin hat schon etliche Fallschirmsprünge hinter sich. Zu Beginn probierte sie mit dem FSC Tandemsprünge aus. Mittlerweile hat sie aber – angeregt durch die Biele­­­felder – eine Ausbildung hinter sich und darf nun auch alleine springen. „Langweilig wird das nie“, erzählt sie.

Bis Sonntag ist der Club noch auf der Insel und absolviert sein Sprungtraining. Tandemsprünge wurden jedoch nur bis Mittwoch angeboten. Urlauberin Uschi ist jedenfalls froh, dass sie dieses Jahr ein zweites Mal gesprungen ist. „Davon habe ich ewig geträumt“.

Antje Brüggerhoff
Antje Brüggerhoff Lokalredaktion, Jeversches Wochenblatt