WARDENBURG - Mit einem Besuch des Sportlerheims des SV Moslesfehn hat Ende voriger Woche der vierwöchige Aufenthalt der 17 Tschernobyl-Kinder in Wardenburg begonnen. Neben Spielen und einer Kaffeetafel, die dank der Unterstützung des SV Moslesfehn im Vereinsheim stattfinden konnte, erhielten die Besucher aus Weißrussland die Gelegenheit, sich aus einem großen Kleiderfundus passende Hosen und Hemden auszusuchen. Ein Jahr lang hatten die Mitglieder der Elterninitiative für Tschernobyl-Kinder in Wardenburg Kleider gesammelt. „Was nicht gebraucht wird, spenden wir anschließend an die Bodelschwinghschen Anstalten in Bethel“, sagt Uta Onnen.

Der SV Moslesfehn unterstützt die Elterninitiative in ihrer Arbeit außerdem mit einer Spende: 300 Euro – den Erlös aus dem traditionellen Eilbotenlauf – übergab Heinz Schnittger von den Lauffreunden des SVM an das Kirchenbüro, das für die Initiative ein Spendenkonto (Ev.-luth. Kirchengemeinde Wardenburg, LzO Wardenburg, BLZ 28050100, Kto.-Nr. 028400828, Stichwort Tschernobyl) verwaltet.

Bis auf vier Kinder haben alle bereits einmal die Gemeinde Wardenburg in den Vorjahren besucht. Betreut werden sie von Ilja Alexandrow und Marina Berdnikowitsch. Auf dem Besuchsprogramm stehen u.a. eine Fahrt zum Tierpark Thüle (11. Juli), eine Kanufahrt mit dem Kanuverein Tungeln (13. Juli) sowie eine Kochaktion mit den Wardenburger Landfrauen in der Reithalle Höven.

Die seit 13 Jahren aktive Elterninitiative sucht stets nach Gastfamilien, die bereit sind, in den Sommerferien Kinder aus dem weißrussischen Ort Grudinowka für mehrere Wochen aufzunehmen. „Viele können bereits ein wenig Deutsch, ansonsten klappt die Kommunikation mit Händen und Füßen sehr gut“, ermuntert Uta Onnen zum Mitmachen. Generell nehme das Interesse leider ab, je länger die Kernreaktor-Katastrophe von Tschernobyl zurückliege. Über die Arbeit der Wardenburger Initiative geben Uta und Heinz Onnen weitere Auskunft, 04486/6911.