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Faustball Wardenburg schafft den Aufstieg in die 2. Bundesliga

WARDENBURG - Eine Erfolgsgeschichte: Zehn Jahre nach Gründung einer Faustball-Mädchenmannschaft ist der Wardenburger TV (WTV) in die 2. Bundesliga der Frauen aufgestiegen. 50 Mitgereiste Fans feierten beim Ausrichter der Aufstiegsspiele TSG Hagenah ihre Mannschaft.

Zunächst stand das Spiel gegen die Gastgeberinnen auf dem Plan. Wardenburg begann nervös und konnte in der Abwehr anfangs die Bälle nicht erreichen oder nur mit technischen Schwächen in die Mitte zur Hauptzuspielerin Diana Piehler bringen. Hagenah hingegen begann gleich mit platzierten Angriffen. Etwa ab der Mitte des ersten Satzes haben sich die Wardenburgerinnen gefangen und Angreiferin Sarah Lücken trumpfte mit direkt verwandelten Aufschlägen auf. Doch es reichte nicht: Wardenburg verlor knapp mit 12:10. Im zweiten Satz übernahm sofort der WTV das Zepter. Hagenah hatte große Schwierigkeiten mit den oft angeschnittenen Bällen von Sarah Lücken und hatte mit 6:11 das Nachsehen.

Hagenah wendet das Blatt

Im dritten Satz wurde es spannend, jeder Ball war hart umkämpft. Wardenburg schien schon mit drei Punkten Vorsprung wie der vermeintliche Sieger. Doch dann schlichen sich technische Unsicherheiten auch im Zuspiel ein. Sarah Lücken konnte nicht mit der absoluten Stärke angreifen. So holte Hagenah wieder auf und Wardenburg musste sich im vorentscheidenden dritten Satz mit 12:14 geschlagen geben. Der Sieg des dritten Gewinnsatzes für Hagenah mit 11:6 war dann nicht mehr abzuwenden.

Die beiden anderen Spiele gegen Westfalia Hamm und TUS Dahlbruch standen als nächstes an. Durch das schwere Spiel am Anfang waren alle Spielerinnen gut eingestellt und gegen Dahlbruch konnten erlernte und trainierte Spielzüge angewandt werden. „Dahlbruch war ein guter Mitspieler, aber kein ernster Gegner“, sagte Pressewartin Silvia Büsselmann. Wardenburg gewann 11:3, 11:3 und 11:8.

Gegen Westfalia Hamm wurde es kritisch. Das Wetter schlug um, es wurde regnerisch. Bei den vorliegenden Platzverhältnissen wurde das Erreichen der Angriffsbälle schwieriger. „Die Mittelposition sollte in diesen Fällen öfter mit in die Abwehrarbeit eingreifen und die Absprache zwischen Mitte und Abwehr nimmt an Brisanz zu“, sagte Büsselmann. Der TV Westfalia Hamm hatte größere Schwierigkeiten bei der Umstellung und verlor den ersten Satz mit 11:7. Das Selbstvertrauen der Wardenburgerinnen wurde immer stärker. Die gesamte Mannschaft präsentierte sich geschlossen und holte auch den zweiten Satz mit 11:2 sowie den dritten Satz mit 11:7.

Neue Aufgaben für Verein

„Jetzt sind wir endlich in der Bundesliga angekommen“, freuten sich Abteilungsleiter Torsten Büsselmann und die stellvertretende Leiterin Ruth Schödler. „Das bedeutet aber auch einige Veränderungen für uns“, so Büsselmann. In der 2. Bundesliga ist beispielsweise ein A-Schiedsrichter Pflicht. Zukunftsvorausschauend hat der Wardenburger TV bereits Dieter Stapel dafür ausgebildet. „Das kommt uns jetzt Zugute“, meint Silvia Büsselmann.

Zum Kader des Wardenburger TV gehören

Sarah Lücken, Saskia Büsselmann, Anne Clark , Julia Graue, Jacqueline Alt, Ricarda Pieper, Natalie Hörnlein sowie Diana Piehler

Trainer und Betreuer sind

Jörn Büsselmann, Carsten Twiestmeyer und Torsten Büsselmann

Die Abschlusstabelle:

TSV Hagenah 8:0; 12:1 Sätze; 2. Wardenburger TV 6:2, 10:3 Sätze, 3. TV Westfalia Hamm 2:6 und 3:9 Sätze; 4. TUS Dahlbruch 0:8 und 0:12 Sätze
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