Wardenburg - Ordentlich Betrieb herrschte am Dienstagmorgen auf der Sportanlage Am Everkamp in Wardenburg. Rund 700 Kinder und Jugendliche waren in die Gemeinde gekommen, um die Disziplinen des Deutschen Sportabzeichens für Menschen mit Behinderung zu absolvieren und Spaß an der Bewegung zu haben.

„Wir versuchen Sport und Spaß miteinander zu verbinden“, sagte Inga Marbach vom Kreissportbund Landkreis Oldenburg, der auch in diesem Jahr wieder Organisator und Ausrichter des inklusiven Sportfestes war. Neben dem Team des Kreissportbundes sorgten auch ehrenamtliche Helfer von der TSG Hatten-Sandkrug und dem Wardenburger TV sowie Schüler der IGS Wardenburg und Studenten der Universität Oldenburg für einen reibungslosen Ablauf. Auch die Bundeswehr hatte beim Aufbau mit angepackt und Soldaten betreuten die Wurfdisziplinen. Eröffnet worden war der Sportivationstag von Landrat Carsten Harings und Wardenburgs stellvertretendem Bürgermeister Peter Kose.

Herbert Michels, stellvertretender Präsident des Behinderten Sportverband Niedersachsen (BSN) hob den inklusiven Gedanken des Sportivationstages hervor: „Eine Veranstaltung, die für alle Kinder gedacht ist, egal ob mit oder ohne Handicap.“ Ihnen solle die Möglichkeit gegeben werden, anhand von verschiedenen Spielstationen Bewegung zu erfahren.

Die Kinder und Jugendlichen hatten viel Spaß an der Bewegung. Sie rannten mit Eifer um die Wette und freuten sich beim Ballwurf oder Weitsprung über Bestweiten. Bei einem Spielfest, das in der Mitte des Sportplatzes und in der Halle aufgebaut war, hatten sie zudem die Chance, Geschicklichkeit, Koordination und Fitness zu trainieren. So konnten sie unter anderen Fußballbillard spielen, an einer kleinen Wand klettern oder Bälle an der inklusiven Tennisanlage re­tour­nie­ren.

Wardenburg war die erste von neun Stationen der Veranstaltungsreihe vom BSN. In diesem Jahr sind insgesamt 5785 Teilnehmer in ganz Niedersachsen angemeldet.

Renke Hemken-Wulf
Renke Hemken-Wulf Redaktion Münsterland