Warendorf/Friesland - Nach drei Jahren Corona-bedingter Pause hat in Warendorf wieder der Internationale Deutschlandpokal im Rettungsschwimmen stattgefunden. Dieser wurde nach einem abendlichen Fackellauf zum Marktplatz am Rathaus feierlich eröffnet.
Deutsches Team wird Zweiter hinter Italien
Bei der 28. Veranstaltung an der Sportschule der Bundeswehr traten neben sechs Nationalteams aus Deutschland, Italien, Niederlande, Norwegen, der Schweiz und Tschechien auch 14 Auswahlmannschaften der Landesverbände zu diesem Wettkampf an. Am Ende wurden die besten Nationen- und Landesverbandsteams ermittelt sowie die besten Mehrkämpfer im Einzel und die besten Damen- und Herren-Teams im Gesamtergebnis. Sieger der Nationalteams wurde Italien vor Deutschland, bei den Landesverbandsteams siegte die Auswahl Westfalens.
Talea (Jahrgang 2004) und Svea Fellensiek (2005) aus der Ortsgruppe Schortens-Jever hatten sich aufgrund ihrer diesjährigen Leistungen für das Landesteam Niedersachsen qualifiziert und waren dort mit drei weiteren Damen und fünf Herren am Start. Die beiden haben einen wertvollen Beitrag dazu geleistet, dass der Landesverband Niedersachsen am Ende den siebten Platz erreichte. Im Gesamtergebnis der Damen, wo auch die Nationalteams mit gewertet wurden, erreichten sie den elften Platz. In der Einzelmehrkampfwertung aller Damen sicherte sich Svea den 24. Platz und Talea direkt dahinter den 25. Rang von 85 Damen, die mit am Start waren.
Dieser Wettkampf war für die beiden eine wertvolle Erfahrung, auch wenn das Wochenende sehr anstrengend war. Die Schwestern waren jeweils fünfmal in den Einzeldisziplinen am Start, jede dreimal mit der Mannschaft, dann im Line-Throw und als vierköpfiges Team am Ende noch einmal beim SERC.
Wettkampf mit Notfallszenario
Der SERC (Simulated Emergency Response Competition) ist ein simuliertes Notfallszenario mit mehreren Verunglückten in verschiedenen Notfallsituationen im und am Wasser. Ein Team aus vier Rettungsschwimmern kommt zur Hilfe, muss die Situation erkennen, diese bewerten und innerhalb von zwei Minuten so vielen Verunglückten wie möglich effektiv helfen. Dabei muss jederzeit die eigene Sicherheit beachtet werden. Für Svea Fellensiek war es erst der zweite SERC, Talea feierte in dieser Disziplin ihre Premiere. Talea war der Captain der Mannschaft und musste ihrem Team alle Anweisungen auf Englisch geben. Trotz der kaum vorhandenen Erfahrung erreichte die niedersächsische Mannschaften den neunten Platz von 18 startenden Teams.
