WARSCHAU - WARSCHAU/SID - Der „Debütantinnenball“ der deutschen Eisprinzessinnen bei der Eiskunstlauf-EM in Warschau geht in die zweite Runde. Sowohl die Mannheimerin Christiane Berger als auch die deutsche Meisterin Kristin Wieczorek überstanden die Ausscheidung im Kurzprogramm und qualifizierten sich für das Kür-Finale an diesem Sonnabend (12.30 Uhr/Eurosport).

Für die Zahnmedizin-Studentin Berger reichte es trotz eines Sturzes beim Doppel-Axel mit 43,05 Punkten zum 17. Platz. Wieczorek sprang vor 1500 Zuschauern im Torwar-Eispalast den Salchow nur doppelt statt wie gefordert dreifach, dennoch langte es gegen insgesamt 37 Konkurrentinnen zu 39,13 Zählern und Rang 23.

An der Spitze wird es zu einem hochdramatischen Kampf um die Goldmedaille kommen. Die Schweizerin Sarah Meier geht mit 60,49 Punkten und nur 0,03 Zählern Vorsprung vor Carolina Kostner aus Italien in die Entscheidung. „Jetzt will ich mindestens eine Medaille“, sagte Meier.

Zu spanischer Musik verschaffte sich Christiane Berger im internen Duell um das einzige deutsche Ticket für die WM im März in Tokio einen kleinen Punktvorteil. „Ich würde ja so gerne nach Japan fahren“, gestand die 19-Jährige. Der Vorsprung der deutschen Vize-Meisterin wäre ohne den „Blackout“ beim Doppelaxel noch größer ausgefallen. „Ich war zu hektisch und habe mich vielleicht auch zu sicher gefühlt“, sagte die Hessin. Wieczorek konnte sich ihren Patzer beim Salchow nicht erklären: „Wahrscheinlich habe ich einfach zu viel nachgedacht.“

Unterdessen ging der Titel im Eistanz an die Olympia-Vierten von Turin, Isabelle Delobel und Olivier Schoenfelder aus Frankreich. Nelli Ziganschina aus Chemnitz und der Berliner Alexander Gazsi belegten bei ihrem EM-Debüt den 16. Platz und werden die Deutsche Eislauf-Union (DEU) bei der WM vertreten.