Suurhusen - In knapp zwei Wochen fängt für die Amateurfußballer die neue Saison an. Der Wat Moi-Cup im Rahmen der Sportwoche von Concordia Suurhusen gilt als idealer Aufgalopp für die neue Spielperiode. „Wir haben wieder ein gutes Teilnehmerfeld zusammenbekommen“, sagte Keno Stalke, Trainer der ersten Mannschaft des Gastgebers. In zwei Gruppen mit je drei Mannschaften wurden die Vorrundenspiele Modus „jeder gegen jeden“ und mit 45-minütiger Spielzeit ausgetragen.
Gruppe A
Ausschließlich Ostfrieslandligisten gehörten zur Gruppe A. In der ersten Partie standen sich die Gastgeber und der TSV Riepe gegenüber. Nominell war der Kader der Concorden sehr dünn besetzt. Einige Akteure aus der zweiten Mannschaft mussten noch aushelfen. Sogar Trainer Stalke zog sich das Trikot an und kickte in der Concordia-Abwehr. Aufsteiger Riepe überzeugte und ging bereits in der 3. Minute durch Jannes Popp, der eine Flanke vom Flügel aus kurzer Distanz verwertete. Mirco Taubert erhöhte mit einem Schuss ins lange Eck auf 2:0 (30.). Eine schöne TSV-Kombination krönte Lukas Agena zum 3:0-Endstand (39.).
Unglückliche Niederlage
Eine unglückliche Niederlage kassierte der Liga-Neuling gegen den RSV Visquard. Als in der 8. Minute RSV-Akteur Torben Peters im TSV-Strafraum zu Fall kam, zeigte der Unparteiische Bernd Eeten (Pewsum) auf den Punkt – eine umstrittene Entscheidung. Marco van Gerpen verwandelte sicher zur 1:0-Führung der Krummhörner. Danach vereitelte RSV-Schlussmann Nico Stachowiak mit einigen Glanzparaden den möglichen Ausgleich. Bei einem Entlastungsangriff der Krummhörner zwang Timon Wübbena mit einem Schuss aus 25 Metern den Riepster Keeper Tobias Siebels zu einer Glanzparade (19.). Zwei Großchancen des Aufsteigers ließen Jannes Popp (30.) und Marek Meyburg (31.) ungenutzt. „Das Visquarder Gehäuse schien wie vernagelt zu sein“, ärgerte sich hinterher TSV-Coach Sören Tomljanovic. In der 44. Minute hatte der Visquarder Mirco-Zico Harms freistehend das 2:0 auf dem Fuß, verzog aber knapp.
In der dritten Gruppenpartie zwischen Suurhusen und Visquard führten die Platzherren nach 30 Minuten mit 1:0. Alhasane Barry traf nach einem Solo ins Schwarze. Concordia-Routinier Björn Gößling hatte den zweiten Treffer auf dem Fuß, scheiterte aber knapp (34.). Nach einer Notbremse kassierte Keno Stalke berechtigterweise den Roten Karton (38.). Visquard nutzte die numerische Überlegenheit durch Uwe Hoogstraat zum 1:1-Ausgleich (43). 60 Sekunden später traf Torben Peters noch den Suurhuser Torpfosten. RSV-Trainer Daniel Schwidder zeigte sich zufrieden: „Wir hatten uns für dieses Turnier einiges vorgenommen. Das ist uns als Gruppenerster auch gelungen.“ Am Dienstag, 18. Juli, bestreiten die Visquarder das erste Halbfinale. Der TSV Riepe schaffte es als Zweitplatzierter ebenfalls in das Semifinale.
Gruppe B
Im direkten Anschluss standen sich ebenfalls drei Mannschaften in Gruppe B gegenüber, um die Halbfinalisten unter sich auszumachen. Die beiden Bezirksligisten SV Großefehn und Aufsteiger TuS Hinte setzten sich dabei durch. Der FC Frisia Emden konnte sich hingegen nicht gegen die Bezirksligisten behaupten.
Frisia muss improvisieren
„Wir müssen heute improvisieren, ich habe noch längst nicht alle Spieler an Bord, zum Saisonauftakt wird eine andere Mannschaft auf dem Platz stehen“, sagte Sven Voorwold, Trainer FC Frisia Emden, vor Turnierbeginn. Im ersten Spiel musste der FC Frisia gegen den TuS Hinte ran. Bereits in der zweiten Spielminute schloss Timo Janssen eine schöne Kombination zum 1:0 für den TuS Hinte ab. Der FC hatte seine Gelegenheit durch einen Kopfball von Timo Wietjes, doch der Ball strich knapp am Tor vorbei (13.). Das war es dann auch schon, ab jetzt spielte nur noch der TuS Hinte und nagelte den FC Frisia in die Abwehr fest. Der TuS ließ Ball und Gegner laufen und zwangsläufig fielen dann auch die Tore. Nach einer Ecke erhöhte Thorsten Flessner auf 2:0 (24.). Eine gute Flanke von Joergen Klingenberg verwertete Dominik Beer zum 3:0 (30.). Nun rollte der TuS-Express und schoss Tore am Fließband. Tim Benjamins (36.), Timo Janssen (39.), Joergen Klingenberg (40.), und erneut Beer schraubten das Ergebnis zum Endstand auf 7:0. „Zu diesem Spiel möchte ich keinen Kommentar abgeben, nur soviel, wir sind hier zum Testen“, sagte Hintes Trainer Matthias Voss im Anschluss.
Im zweiten Spiel traf der SV Großefehn auf den FC Frisia. Die Fehntjer diktierten zunächst das Spiel und gingen durch Janek Freudenberg mit 1:0 in Führung (14.). Der FC Frisia zeigte sich deutlich verbessert und setzte Nadelstiche. Eine gute Leistung zeigte Wietjes, der seine Schnelligkeit auf den Flügeln nutzte und Stefan Lorey in Szene setzte. Lorey hatte die Möglichkeit zum Ausgleich, doch er setzte das Leder neben den Kasten (17.), und scheiterte an Torwart Hendrik Weßling im Tor des SV Großefehn (35.). Mit dem 2:0 durch Freudenberg war die Partie dann entschieden (40.). „Das war eine deutliche Steigerung, mit etwas mehr Glück wäre ein Unentschieden drin gewesen“, sagte FCF-Trainer Sven Voorwold.
Rechnung ging nicht auf
Im letzten Spiel des Tages standen sich der SV Großefehn und der TuS Hinte gegenüber. Der TuS überließ in der Anfangsphase den Fehntjern das Mittelfeld und versuchte mit Kontern zum Erfolg zu kommen. Diese Rechnung ging aber nicht auf. Der SV zeigte ein hervorragendes Kombinationsspiel und eine klasse Ballbeherrschung sowie große Laufbereitschaft. Dreh und Angelpunkt dieser Mannschaft ist Holger Wulff, der geschickt im Mittelfeld die Fäden zog. Der TuS hatte eine gute Chance, aber Klingenberg scheitert knapp (9.). Besser machten es die Fehntjer: Nach einem Eckball köpfte Freudenberg zum 1:0 ein (12.). Der SV Großefehn hatte anschließend noch etliche Gelegenheiten, aber scheiterte immer wieder an Torwart Lars Pommer, der eine sehr gute Leistung zeigte. So blieb es beim 1:0. „Wir haben gegen eine gestandene Mannschaft verloren, mit der Erkenntnis, dass wir Wege gegangen sind, die sehr weh taten. Aber mit dem Tag bin ich zufrieden, wir haben das Halbfinale erreicht“, resümierte Hintes Trainer Voss.
