Cloppenburg/Oyten - Mit einem exzellenten zweiten Platz bei der Handball-Niedersachsenmeisterschaft kehrte die weibliche C-Jugend des TV Cloppenburg vom Finalturnier in Oyten zurück. Bis zum letzten der fünf Partien war das Team von Trainer Mirco Neunzig und Co-Trainer Karl-Heinz Thieken unbesiegt geblieben.

TV Cloppenburg - HSG Hannover-Bavenstedt 9:14 (5:7). Wie zuvor erwartet, kam es im letzten Spiel zwischen den beiden Staffelsiegern der Oberliga-Saison, die in diesem Finalturnier auch ohne Niederlage geblieben waren, zu einem echten Endspiel um den Titel. Leider erwischte der TVC einen rabenschwarzen Start, lag 0:5 zurück (7.), kämpfte sich aber bis zur Pause auf 5:7 heran. Danach war es vor allem Nationalspielerin Mia Lakenmacher, die den Unterschied ausmachte. Die Tochter des ehemaligen deutschen Nationalspielers Sven Lakenmacher erzielte zehn der 14 Treffer für die HSG.

TV Cloppenburg - VfL Stade 21:16 (11:7). Dank einer erneuten Leistungssteigerung am Sonntagmorgen im vierten Spiel wurde die Basis für das erhoffte Finale im Finalturnier gelegt und die Vizemeisterschaft bereits gesichert. Der TVC agierte konzentriert, zog von 6:6 auf 11:7 bis zur Pause davon und behielt stets die Spielkontrolle. „Es war eines der besten Spiele, die ich je von unseren Mädels gesehen habe“, sagte Co-Trainer Karl-Heinz Thieken.

TV Cloppenburg - TV Oyten 21:18 (13:10). Im dritten und gleichzeitig besten Spiel des ersten Tages hätte der Sieg durchaus höher ausfallen können angesichts der klaren Chancen. Das Spiel zweier bis dahin noch ungeschlagener Mannschaften begann ausgeglichen (6:6, 8.), ehe sich der TVC bis zur Pause absetzte und die Führung innerhalb von drei Minuten auf 17:10 ausbaute und nur am Ende etwas Ergebniskosmetik zuließ.

TV Cloppenburg - HSH Heidemark 21:13 (11:6). Im zweiten Turnierspiel gab es den erwarteten Pflichtsieg für Cloppenburg, das aber nur selten glänzte. Zwar führte die Mannschaft von Mirco Neunzig schnell deutlich (8:3, 11.), doch nur im Positionsspiel setzte der TVC Glanzpunkte. „Die Mannschaft tut sich schwer und kommt auch mit der stickigen warmen Luft in der Halle noch nicht zurecht“, resümierte Thieken.

TV Cloppenburg - VfL Oldenburg 14:14 (8:8) (vorsorgliches Siebenmeter-Werfen: 4:3). Es war ein nervöser Start in das Meisterschaftsturnier gegen den Serienmeister VfL Oldenburg. In einer hektischen Partie erwischte der TVC zwar mit 4:1 (4.) den besseren Start, doch der VfL glich zum 6:6 (10.) aus. Fortan entwickelte sich ein völlig offenes Spiel. Nach zwei unglücklichen Schiedsrichterentscheidungen verspielte der TVC eine 13:12-Führung und geriet 13:14 in Rückstand. Sekunden vor Schluss glich Lotta Stolle aus.

Ein Siebenmeter-Werfen wurde angesetzt, das bei Punktgleichheit dann in der Abschlusstabelle gewertet worden wäre. Nach fünf Werferinnen stand es 3:3, ehe die sechste Werferin des VfL scheiterte, und Maja Debbeler zum 4:3-Sieg traf.

TVC (Tore in der Reihenfolge der fünf Spiele): Timmen - H. Weyers (6/2, 7/2, 7/3, 6, 1/1), Olberding (-, -, -, -, 1), Reinold (-, 3, 2, -, -) Solomachin (1, -, 2, 3, 2), S. Weyers (3, 6, 4, 8, 4), Mensing (-, 1, -, -, -), Stolle (2, 2, 2, 3, 1), Neumann (-, -, -, -, -), Debbeler (2, 2, 4, 1, -), Potempa (-, -, -, -, -).