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Sportabzeichen Wenn Kraft allein nicht genug ist

Tim Gelewski

Schortens - Der erste Versuch fliegt dann doch eher in Richtung der Laufbahn, die Zielmarkierung liegt gute zehn Meter weiter rechts auf dem Spielfeld. „Mist“, zischt der Mann im weißen T-Shirt, ein erfolgreicher Leichtathlet in seiner Altersklasse beim Heidmühler FC (HFC). Doch beim Schleuderball betritt auch der versierte Sportler Neuland – und stellt schnell fest: mit Kraft und Kondition ist es hier nicht getan.

Der Sportplatz an der Beethovenstraße in Schortens, Mittwoch, 18 Uhr. Es ist jetzt Trainingsbeginn, doch eigentlich sind sie alle schon wieder vorher da gewesen.

Fit bleiben

Sie, das sind hauptsächlich Sportler des Heidmühler FC und des TuS Glarum. Die Vereine teilen sich das Trainingsgelände hier an diesem Mittwoch und noch bis zum Ende der Sportabzeichensaison. Gut 200 Leuten winkt Karin Lockowandt vom HFC mit ihren Kolleginnen hier jährlich zum Sportabzeichen durch. „,Tach’ Chefin“, grüßt ein Mann im Vorbeigehen.

Die Motivation der Teilnehmer ist teilweise höchst unterschiedlich. Einige wollen bloß fit bleiben, andere wollen als Pärchen mal gemeinsam Sport machen, wieder andere betreiben die Vorbereitung mit immenser Akribie und viel Ehrgeiz.

Und alle stoßen sie in diesem Jahr auf das gleiche Problem: So sind die Anforderungen für die Prüfungen verändert worden – bisweilen ein Problem, nicht nur für den Mann im weißen T-Shirt.

Jens Link, Marathon-Läufer, trainiert heute gemeinsam mit seiner Frau Doris. Auch ihm bereitet der Schleuderball Probleme. „Die Koordination ist schwieriger, als es aussieht“, sagt der 49-Jährige. „Mein erster Versuch ging mit ,Karacho’ in die Erde, der zweite senkrecht nach oben.“

Ehrgeizige Ziele

Menno Baumann probt gerade eine neue Weitsprungvariante ein. Vier Versuche, zwei mal links, zwei mal mit Rechts abspringen. Der 69-Jährige ist zuversichtlich, schon das 50. Sportabzeichen soll es werden in diesem Jahr. Auch Baumann weiß, mit Kraft allein kommt er hier nicht weit. Doch er hat ein klares Ziel vor Augen, wie viele der Sportler: „Ich will mir keinen Fehlversuch leisten.“

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