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NWZonline.de Sport

Wem die NWZ-Sportredaktion jetzt die Daumen drückt

06.07.2018

Warum Kroatien zum Titel sprintet

Lars Blancke

Wer wie ich von klein auf Fan von Eintracht Frankfurt ist, muss einfach mit Ante Rebic mitfiebern. Der pfeilschnelle Kroate hat sich mit seinem Doppelpack im Pokalfinale gegen Bayern München in die Geschichtsbücher der Eintracht „ge-tor-sprintet“. Nebenbei hat er kurz vor der WM – leider – Mats Hummels schon mal in puncto Schnelligkeit die Grenzen aufgezeigt. In Russland knüpft Rebic bisher an seine Galaform an, attackiert die Gegenspieler im Eiltempo, sprintet in die freien Räume und ist torgefährlicher denn je – nicht umsonst kürte der „Spiegel“ den 24-Jährigen kürzlich zum „aufregendsten Spieler der WM“. Aber Rebic hin, Rebic her: Die Kroaten haben eine richtig starke Truppe, mit Luka Modric und Ivan Rakitic die beste Doppel-Sechs des Turniers. Zudem sind sie abgezockt, zweikampfstark, titelhungrig. Sie gewinnen das Finale 2:1 gegen Brasilien. Siegtorschütze? Den können Sie sich jetzt denken . . .

Warum der Pokal nach Hause kommt

Christopher Deeken

Ich glaube ja, dass die Engländer sich im Achtelfinale mit voller Absicht noch kurz vor Schluss einen von den Kolumbianern reinmurmeln ließen. Das war nur ein gewiefter Trick, um der verblüfften Konkurrenz zeigen zu können, dass sie nun auch Elfmeterschießen können. Was bitteschön soll die „Three Lions“ jetzt noch aufhalten auf dem Weg zu ihrem zweiten WM-Titel? Dem ersten, dem von 1966, haftet bekanntermaßen ein Makel an – Stichwort Wembley-Tor. In Russland sind die Briten nicht auf die Mithilfe des Schiedsrichters angewiesen, sie vertrauen einfach ihrer neuen Paradedisziplin – mit dem Elfmeterguru Gareth Southgate als Trainer kann vom Punkt überhaupt nichts mehr schiefgehen. „It’s coming home“ ist der Hashtag des Sommers auf der Insel – übernächsten Sonntag ist der Pokal zurück im Mutterland des Fußballs.

Warum die Belgier siegen sollten

Hauke Richters

Die WM 2018 bietet durch das frühe deutsche Ausscheiden ganz neue Erfahrungen. Diesmal muss man nicht überlegen, wer welches Achtel- oder Viertelfinale gewinnen muss, damit Deutschland im Halbfinale auf einen möglichst angenehmen Gegner trifft. Nein, diesmal kann ich – Vorsicht Floskel!! – einfach schönen Fußball genießen. Ein Achtelfinale hat mich besonders gepackt. Als Belgien gegen Japan 0:2 zurücklag, hatte ich stets das Gefühl, dass diese spielstarke Truppe das Ding noch drehen kann. Und sie drehte es. Gut, der Gegner war Japan, nicht Brasilien oder Frankreich. Trotzdem: Diese Mannschaft hat gezeigt, dass sie den unbändigen Willen und die spielerischen Mittel besitzt, in Russland ganz Großes zu erreichen. Der neutrale Beobachter hätte übrigens viel davon, wenn Belgien bis zum Ende dabei ist. An den Flachpässen von Kevin de Bruyne und den Dribblings von Eden Hazard kann man sich kaum sattsehen.

Warum der Weltmeister heute feststeht

Jan zur Brügge

Ein Weltmeister muss auf dem Weg zum Titel siebenmal 90 Minuten plus bis zu vier Verlängerungen inklusive eventueller Elfmeterschießen überstehen. Jedes Spiel ... Entschuldigung ... muss erst gespielt werden, aber ich glaube, dass diese WM schon an diesem Freitag spätestens um 19 Uhr entschieden ist. Im ersten Viertelfinale trifft Frankreich um 16 Uhr auf Uruguay – der Sieger wird Weltmeister. Die Franzosen waren für mich vor der WM der große Favorit. Die Offensive ist einfach formidable. Wenn aber jemand weiß, wie Kylian Mbappé und Antoine Griezmann zu stoppen sind, dann sind das Uruguays Abwehrhünen Diego Godin und José Gimenez. Es wird sich zeigen, ob sich die Sport-Weisheit „Angriff gewinnt Spiele, Abwehr gewinnt Meisterschaften“ wieder einmal bewahrheitet – auch wenn Uruguays Offensive um Luis Suárez ... noch einmal Entschuldigung ... natürlich ebenfalls Biss hat.

Warum der Oscar nach Brasilien geht

Mathias Freese

Brasilien gewinnt die goldene Trophäe. Nicht wegen Neymar. Der Superstar hat sich zwar schauspielerisch in Szene gesetzt wie niemand sonst. Doch Oscar-verdächtig war das nicht. Nun geht es natürlich nicht um den Academy Award. Im Rennen um den „Fifa Award“, den WM-Pokal, hat Neymar sich schon eher in die engere Auswahl gespielt. Auf die Superstars kommt es aber gar nicht an – siehe Ronaldo und Messi, die die WM-Bühne bereits verlassen haben. Man braucht ein Team. Wie Deutschland 2014. Das hat Brasilien. Sie haben erst ein Tor kassiert und bereits vier Torschützen – neben Neymar. Zudem müssen die Spieler überzeugt sein, dass sie Weltmeister sein können, sich 100-prozentig in die Rolle einfühlen. Das wird den Belgiern – leider – nicht gelingen. Ich gönne es den Roten Teufeln – aber glaube an die Seleção.

Warum ich auf Schweden stehe

Gloria Balthazaar

Im Urlaub im vergangenen Jahr bin ich Schweden verfallen – tolles Land, tolle Leute, die vor allem mit Herzlichkeit punkten. Und so spielt auch die schwedische Nationalelf: mit viel Herz. Die Skandinavier zeigen nicht den schönsten Fußball, aber sie haben großartige Spieler. Den Grundstein für den Erfolg legen sie in der Abwehr – Kapitän Andreas Granquist, Typ Wikinger, überzeugt als Kämpfer. Werders Ludwig Augustinsson, Spitzname 24/7-Profi, spielt defensiv solide und fällt in Russland mit tollem Offensivfußball auf. Und dann wäre da noch Leipzigs Emil Forsberg, der Sverige im Angriff unberechenbar macht. Ich glaube nicht, dass Englands Harry Kane das schwedische Abwehrbollwerk knacken kann, genauso wenig wie Kroatiens Mario Mandzukic im Halbfinale. Und im Endspiel gewinnt Schweden gegen Brasilien – zu Null, denn die Abwehr steht! Und der Trost für alle Deutschen: Sie sind dann immerhin Weltmeisterbesieger...

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