Oldenburg - Auf dem Neujahrsempfang der Fußballabteilung von TuS Eversten sprach Hubertus Hess-Grunewald auch darüber, wie der Bundesligist im „Werderland“ Präsenz zeigt und versucht, die Bindung zur Gesellschaft über soziales und sportliches Engagement zu stärken. „Das ist wirklich enorm wichtig. Es ist wichtig, eine nachhaltige Bindung zu erzeugen, eine Fannähe zu haben, aber sich auch mit der Region zu verwurzeln“, erklärte der Präsident des SV Werder Bremen.

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Jan Zur Brügge
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Das Verwurzeln: Der aus schwierigen Fahrwassern herausmanövrierende Erstliga-Wiederaufsteiger möchte das vor allem über Kooperationen schaffen. Dass der Neujahrsempfang-Besuch der Auftakt zu solch einer sei, wollte Hess-Grunewald „nicht leichtfertig zusagen. Das wäre nicht seriös, hier zu sagen, Werder Bremen würde jetzt mit Eversten was machen. Aber vielleicht ergibt sich ja perspektivisch, dass man Eversten in die Partnerschaft mit reinnimmt.“

 Die Partnerschaft: Mitglied des 2002 initiierten Partnerschaftsprojektes ist als einer von 100 Vereinen der VfL Oldenburg. Im Zentrum der Kooperation, die mittlerweile zum 2021 gegründeten Bremer Spielraum-Konzept gehört, stehen soziale Aspekte. „Ich glaube, die Profivereine haben eine enorme Strahlkraft. Daraus wächst eine enorme gesellschaftliche Verantwortung, dass man auch etwas in die Gesellschaft zurückgibt“, erläutert Hess-Grunewald das „wirklich wichtige“ und „gelebte“ Engagement.

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Nach diesem Foul an Werders Boran-Firat Coskun (vorn) gingen die Bremer durch einen Strafstoß mit 1:0 in Front. Die JFV-Talente schlugen aber kämpferisch und spielerisch zurück.

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Die Vereinsentwicklung: Im Fokus steht das grundsätzliche Bewegungs- und Sozialisierungsangebot für Kinder und Jugendliche – aber auch sportliche Vernetzung. „Wir tauschen uns bei Trainer-Fortbildungen aus und machen Werder-Bolztage bei uns“, sagte Michael Plätzer vom VfL-Fußballausschuss auf Nachfrage: „Für diese Bolztage melden sich Fußballer aus unserer Region an.“ Werder führe dabei auch ein aktives „Scouting“ durch. „Wir übernehmen die Jungs ohne bisherigen Verein“, so Plätzer: „Da betreiben wir in Kooperation mit Werder auch eine gewisse eigene Vereinsentwicklung.“

Der FC Ohmstede (gelbes Trikot) war in der Hinrunde das fairste Team der Stadt. SW Oldenburg landete in der Gesamtliste mit 969 niedersächsischen Vereinen auf Rang 544.

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Das Ausnahmetalent: Das Beispiel Fabio Chiarodia – der Oldenburger wechselte 2014 vom VfL zu Werder und debütierte 2021 als 16-Jähriger in der 2. Bundesliga und in dieser Saison in 1. Bundesliga wie DFB-Pokal – zeigt einen weiteren Aspekt der Partnerschaft: „Wir tauschen uns ganz offen über Talente aus. Wenn wir gute Spieler bei uns haben, scheuen wir nicht davor, denen den nächsten Schritt zu ermöglichen“, betonte Plätzer: „Durch diese Kontakte sind vielfältige Möglichkeiten entstanden, die beide Vereine gut und gerne nutzen.“

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Jan-Karsten zur Brügge Sportredaktion