Von Oliver Schulz

Frage: Drei Werder-Tore gegen Ihre Abwehr – haben Sie das Debakel verkraftet?

Metzelder: Es war kein Debakel, weil wir auch zwei Tore geschossen haben. Es war ja ein offenes Spiel. Aber die Bremer waren einfach aggressiver und im Mittelfeld aufgrund ihrer Raute stets in Überzahl.

Frage: Woher rührten die Probleme in Ihrer Innenverteidigung?

Metzelder: Bei uns funktionierte die Übergabe der Werder-Stürmer nicht gut. Das habe ich meinem Nebenspieler Pepe auch zu verstehen gegeben.

Frage: Waren Sie von Werders Entschlossenheit überrascht?

Metzelder: Nein, ich habe sie erwartet. Es war ja die letzte Chance. Vor allem zu Hause spielen die Bremer sehr aggressiv, wodurch sie unser Spiel früh unterbunden und uns zu vielen Ballverlusten verleitet haben. Werder hat ja auch eine gewisse Tradition in europäischen Wettbewerben.

Frage: Sie sind im Sommer zu Real gewechselt. Wie gefällt es Ihnen bislang?

Metzelder: Sehr gut. Ich genieße jeden Tag. Die Lebensweise kommt mir sehr entgegen.

Frage: Wie erleben Sie Ihren deutschen Trainer Bernd Schuster?

Metzelder: Er setzt auf die individuellen Stärken der Spieler und lässt ihnen freien Raum. Als Landsmann habe ich keinen Vorteil. Er ist ja eigentlich viel mehr Spanier als Deutscher.

Gespräch mit Christoph Metzelder (Bild). Der deutsche Nationalspieler spielt seit Sommer in Spanien für Real Madrid.