WESERMARSCH -
Friesensport, Leichtathletik und Völkerball stehen diesmal im Blickpunkt. Die NWZ stellt vor allem für die noch unentschlossenen Leser die Kandidaten für die Sportlerwahl 2006 noch einmal ausführlich vor.
WESERMARSCH/JAN - Die Abgabefrist für die Sportlerwahl hat sich auf mehrfachen Wunsch hin verlängert. Bis zum Donnerstag, 12. April, werden die Coupons – siehe unten – noch angenommen. Hier nun der zweite Teil der Kandidatenvorstellung:Christina Damken, 18 Jahre, Friesensport, KBV Reitland: „Ich bin mit der Saison 2006 zufrieden, denn die ganz großen Meisterschaften standen diesmal ja nicht auf dem Programm“, blickt die dreifache Europameisterin auf die vergangene Saison zurück und kann einmal mehr eine Deutsche Meisterschaft vorweisen. Im Schleuderballweitwurf in Konstanz hat sie sich, damals noch in der Altersklasse Jugend 17 bis 18 Jahre, durchgesetzt und ihre, für sie typische Nervenstärke bewiesen. Vor dem letzten Versuch auf Rang drei, steigerte sie sich auf 51,82 m und überholte die Konkurrenz.
Der Gewinn der FKV-Einzelmeisterschaft im Boßeln mit der Holzkugel und Platz zwei bei den Landesmeisterschaften mit der Holzkugeln sind weitere Erfolge, die der 18-jährigen Gymnasiastin auch die Teilnahme an der Boßel-Championstour bei den Erwachsenen ermöglichte. „Ich finde es toll, mich dort mit den stärksten Teilnehmerinnen messen zu können“, wollte Christina Damken zunächst einmal lernen. Aber mittlerweile hat sie sich in diesem Wettbewerb so gut eingelebt, dass sie in der Gesamtwertung auf Rang vier liegt. An den Deutschen Meisterschaften mit der Hollandkugel und mit der Holzkugel sowie den Titelkämpfen im Schleuderballwerfen will sie in diesem Jahr teilnehmen und trainiert, nachdem Knie- und Rückenprobleme nicht mehr so sehr behindern, „positiv gelassen und konzentriert“, wie sie es nennt. Dabei hat sie am vergangenen Wochenende die DM-Qualifikation mit der Hollandkugel bereits geschafft.
René Schäfer, 15 Jahre, Leichtathletik, AT Rodenkirchen: Leichtathleten sind eher Individualisten, aber René Schäfer besitzt noch ein weitere Eigenschaft: Er trainiert weitgehend allein, nur Nils Volkmann ist sein Trainingspartner. Nachdem sein Förderer und Entdecker Hans-Jürgen Biskup aufgehört hat, läuft es meist, zum Teil unterstützt von Kurt Brüggemann in Eigenregie. Dennoch wurde der erst 15-jährige René Schäfer Landesmeister im leichtathletischen Fünfkampf der Turner, Zweiter bei den Regionalmeisterschaften im Blockwettkampf Wurf und holte zwölf Kreismeistertitel. In der Bezirksbestenlisten ist er zehnmal mit Platzierungen zwischen eins und neun in verschiedenen Disziplinen vertreten. In der inoffiziellen deutschen Bestenliste ist René Schäfer 13. im Ballwurf, in der Landesbestenliste reichen ihm die 66,50 Meter zum dritten Rang.
„Im Jahr 2007 möchte ich meinen Landestitel verteidigen und mich für die Deutschen Meisterschaften im Mehrkampf qualifizieren“, steckt der Gymnasiast selbstbewusst seine Ziele ab und will sich dabei allmählich auf die Wurfdisziplinen in der Leichtathletik konzentrieren.
AT Rodenkirchen, Frauen, Völkerball: In ihrer Sportart, dem Völkerballspiel, sind sie das Aushängeschild schlechthin. Die Frauen des AT Rodenkirchen konnten im Jahre 2006 erneut die Deutsche Meisterschaft gewinnen. Und das bereits zum dritten Mal in Folge. Das Team um Spielertrainerin Julia Ahlhorn musste aber diesmal in Voerde bei Dinslaken in der Vorrunde enorm kämpfen, denn nach zwei überraschenden Spielen mit 1:1 Sätzen drohte gegen den zweimaligen Meister DJK Delbrück sogar das Ende aller Titelhoffnungen.
Aber vor dem entscheidenden Gruppenspiel hielt das Team „Kriegsrat“, besann sich auf seine Tugenden und besiegte Delbrück sicher in 2:0 Sätzen. Die Zwischenrunde danach wurde souverän gemeistert und im Endspiel gegen WT Loppersum II hatte der ATR die richtigen Schlüsse aus dem 1:1 in der Vorrunde gezogen. Mit 2:0 Sätzen machte der ATR den Titel-Hattrick perfekt. Alexandra Paradies, Christiane Peters, Julia Ahlhorn, Wiebke Böschen, Katrin Hantke, Ulrike Rach, Katja Behrens, Siasse Hellmers und Tanja Drieling gehören zum Team.
