WESERMARSCH - An diesem Sonntag steigen die Meisterschaften des Friesischen Klootschießerverbands im Kreisverband Friedeburg. Die Männer messen sich in Wiesederfehn, die Frauen in Leerhafe. Neu: In diesem Jahr gibt es keinen Rückkampf.

Der Landesverband Oldenburg schickt dieselben Vereine wie im vergangenen Jahr in Richtung Friedeburg. Grabstede – Landesmeister in der Männer-Konkurrenz –, Spohle und Kreuzmoor werden versuchen, das ostfriesische Trio Reepsholt, Pfalzdorf und Utarp zu schlagen.

In der Frauenkonkurrenz schickt Oldenburg Kreuzmoor, Schweinebrück und Reitland ins Rennen. In Ostfriesland haben sich der souveräne Landesmeister Dietrichsfeld sowie Collrunge und Ardorf qualifiziert. Kreuzmoor stellt als einziger Verein zwei Teams bei diesen ranghöchsten Meisterschaften.

Auf der Strecke von Leerhafe in Richtung Hovel messen sich die Topathleten des Frauen-I-Klassements. Um 13.30 Uhr geht es los. Die Drittplatzierten, Ardorf und Reitland, werden von den Frauenwartinnen als Erste auf die Wurfstrecke geschickt. Es folgen die Zweitplatzierten Collrunge und Schweinebrück. Zum Schluss kommt es zum Match der Landesmeister, Dietrichsfeld und Kreuzmoor.

Die Wurfstrecke in Leerhafe ist sehr anspruchsvoll. Sie verlangt eine gute Technik. Doch auch die Wurfkraft wird auf die Probe gestellt.

Im letzten Jahr konnte Collrunge im Hin- und Rückkampf den Titel holen. Platz drei belegte überraschend Reitland. Doch die Karten werden neu gemischt. Der überlegene Titelträger aus Ostfriesland, Dietrichsfeld, wird alles daransetzen, sich die Krone aufzusetzen. Im vergangenen Jahr war er Vizemeister geworden.

Den drei Oldenburger Teams werden nur Außenseiterchancen eingeräumt. Doch viel ist von der Tagesform abhängig. Die Mannschaft, die in den beiden Mannschaftsteilen, Holz und Gummi, die Wurfstrecke von „Einigkeit Leerhafe“ am besten bewältigt, wird gewinnen.

Für die Männerkonkurrenz war vom Kreisverband Friedeburg die Wurfstrecke von Leerhafe in Richtung Müggenkrug vorgeschlagen worden, doch Straßenbauarbeiten machten diesen Plan zunichte. Die Strecke in Wiesederfehn wird den Männern einiges abverlangen. Nach einer langen Geraden folgen enge Kurven im Carl-Georg-Forst. Die Vereine haben hier schon einige Trainingseinheiten absolviert. Titelverteidiger Reepsholt will im eigenen Kreisverband die Siegesserie fortsetzen. Diese Konkurrenz beginnt um 12.30 Uhr. Zuerst werfen die drittplatzierten Utarp und Kreuzmoor. Dann folgt die Begegnung Pfalzdorf gegen Spohle, zum Schluss duellieren sich die Landesmeister Reepsholt und Grabstede.

Titelverteidiger Reepsholt und Vizemeister Pfalzdorf gelten wohl erneut als Favorit, doch das junge Team aus Grabstede, das im Vorjahr Dritter war, wird versuchen, Edelmetall zu ergattern. Auch hier wird die Tagesform entscheidend sein.

Ob Spohle und Kreuzmoor sich an die Medaillenränge heranpirschen können, wird sich am Sonntag erst zeigen. Die Wurfstrecke kommt jedenfalls den oldenburgischen Vereinen entgegen.