Wesermarsch - Die Boßler aus Reitland haben am Sonntag das Wesermarsch-Derby in der Landesliga für sich entschieden. Sie gewannen in Kreuzmoor mit 6:1. In der Spitzenpartie trennten sich Grabstede und Halsbek mit einem Remis. Damit bleibt der Titelkampf offen. Titelverteidiger Halsbek führt die Tabelle mit 13:3 Punkten vor Reitland (12:4) und Grabstede (11:5) an. Kreuzmoor bleibt als Sechster mit 6:10 Punkten im Tabellenkeller stecken.

In der Verbandsliga hat es den Mentzhauser TV derweil erstmals erwischt: Er kassierte beim 1:9 in Torsholt seine erste Saisonniederlage. Waddewarden verteidigte unterdessen die Tabellenführung in der Bezirksklasse.

Landesliga

Kreuzmoor – Reitland 1:6. Es sah lange nach einem Kreuzmoorer Heimsieg aus. An der Wende führten die Gastgeber auf ihrer neuen Heimstrecke mit 7:1. Aber gegen Ende der Partie erfasste sie eine gewisse Nervosität, die an der Körpersprache einiger Werfer abzulesen war. Der Kreuzmoorer Mannschaftsführer Matthias Gerken ärgerte sich über eine ausgelassene Chance: „Leider konnte keine Gruppe eine gute Rücktour werfen.“

Letztlich war nur die zweite Gummi der Kreuzmoorer mit 53 Würfen (1,017) erfolgreich. Reitland drehte die Partie mit der ersten Holz (51 Würfe/1,081), der zweiten Holz (51 Würfe/2,052) und der ersten Gummi (53 Würfe/2,112). „Wir haben keinen guten Start erwischt. Deshalb war an der Wende ein klarer Sieg von Kreuzmoor zu erwarten, sagte der Reitlander Kapitän Hauke Freese nach der Partie. „Aber dann haben wir endlich wieder zu alter Stärke gefunden und angefangen zu boßeln. Mit diesem Sieg hat an der Wende keiner mehr gerechnet.“

Grabstede – Halsbek 3:2 Remis. Die Hausherren hatten in drei Gruppen die Nase vorne. Siege feierten die erste Holz mit 57 Würfen (106 Meter), die zweite Holz mit 53 Würfen (2,079) und die zweite Gummi mit 54 Würfen (5 Meter). Die Gäste retteten das Remis mit den 52 Würfen (2,136) der ersten Gummi. Den Friesen fehlten 50 Meter zum doppelten Punktgewinn. Der Grabsteder Kapitän Christian Alberts bedauerte: „ Insgesamt sind wir nicht gut genug gewesen. Am Ende war es ein gerechtes Remis.“ Der Halsbeker Sprecher Arne Hiljegerdes sprach von einem harten Kampf. „Die Leistungen waren bei diesem Nieselregen etwas schlechter. Wir sind nicht unzufrieden mit dem Punkt und konnten Grabstede auf Distanz halten.“

Spohle – Westerscheps 7:2. Das Ammerland-Derby war lange offen. Die Gäste warfen ohne fünf Stammwerfer Sie verloren mit der ersten Holz (58 Würfen/-4,037) und der zweiten Holz (57 Würfe/-3,031). Erfolgreich waren sie mit der ersten Gummi (53 Würfe/2,043) und der zweiten Gummi (54 Würfe/67 m). Aber das war zu wenig. Der Schepser Vereinsvorsitzende Axel Kasper ärgerte sich. Leider hat es nicht zum Punktgewinn gereicht.“

Verbandsliga

Torsholt – Mentzhausen 9:1. Ausgerechnet in der Spitzenpartie brachten die Ammerländer dem MTV die erste Saisonniederlage bei. Entscheidend waren die Leistungen der Torsholter zweiten Holz (6,087) und der zweiten Gummi (2,110). Die Gäste erkämpften sich jeweils einen kleinen Vorsprung in der ersten Holz mit 91 Metern und der ersten Gummi mit 60 Metern.

Die Mentzhauser sind mit 1:3 Punkten in das Jahr 2019 gestartet. Damit ist es spannend an der Spitze geworden. Mentzhausen (13:3) bleibt Erster. Dahinter liegen die Teams aus Torsholt und Cleverns jeweils mit 12:4 Punkten.

Bezirksklasse

Waddewarden – Moorriem 11:7. Die Spitzenpartie war umkämpft. Der Tabellenführer (12:4 Punkte) siegte mit der ersten Holz (7,057), der zweiten Holz (3,023) und der zweiten Gummi (81 Meter). Bei den Gästen war nur die erste Gummi ein Lichtblick. Sie holte sieben Schoet und einen Meter heraus. Moorriem ist mit 9:7 Punkten Vierter. Bitter: Die Gäste hätten die Tabellenspitze erklommen, wenn sie gewonnen hätten.

Zur Spitzenpartie waren die Gäste mit 17 Sportlern gereist. Der Moorriemer Mannschaftsführer Eike Janßen war ehrlich. „Wir wussten um die Schwere der Aufgabe. An der Wende merkten wir schon, dass es schwer wird, Punkte mitzunehmen “ Die beiden Holzgruppen hätten keine Topleistungen abliefern können, meinte der Kapitän. „Die Gummigruppen mussten einiges richten. Unsere erste Gummi ist zurzeit in bestechender Form.“