Wesermarsch - Die Landesliga-Boßler aus Reitland mausern sich. Der Aufsteiger gewann am Sonntag das Prestigeduell mit Kreuzmoor auf eigener Strecke mit 7:2. Schweewarden hatte in Bredehorn (0:9) nichts zu bestellen. Das Kellerduell in der Verbandsliga verloren die Mentzhauser in Schweinebrück mit 6:9. In der Frauen-Landesliga trennten sich Reitland und Kreuzmoor mit 0:0.
Männer
Landesliga: Reitland – Kreuzmoor 7:2. An der Wende führte die zweite Holz der Reitlander schon mit drei Schoet. Dabei blieb es (3,018/48 Würfe). Die erste Holz gewann knapp (1,070/45 Würfe). Die zweiten Gummigruppen lagen zunächst gleichauf. Doch die Reitlander holten mit 49 Würfen noch drei Schoet und 26 Meter heraus. Reitlands Sprecher Rainer Müller freute sich. „Das war ein schöner Sieg im Lokalderby.“
Der Kreuzmoorer Kapitän Matthias Gerken war ehrlich: „Leider konnten wir in drei Gruppen nicht unsere Leistungen abrufen. Der Sieg der Reitlander geht schon in Ordnung.“ Die Kreuzmoorer (12:8) bleiben Dritter. Die Reitlander blicken mit 10:10 Punkten entspannt auf den Rest der Saison.
Bredehorn – Schweewarden 9:0. Mit einem sehr guten Anwurf (300 Meter) brachte Bjarne Frerichs die Gäste in Führung. Die zweite Holz führte an der Wende noch mit drei Schoet. Ansonsten lagen die Teams gleichauf.
Auf der Rücktour gaben die Hausherren Gas. Die erste Holz der Schweewarder gewann zwar mit 58 Würfen 135 Meter. Aber die Friesländer machten in den anderen Gruppen alles klar: Die zweite Holz gewann mit 53 Würfen einen Schoet und 103 Meter, die erste Gummi mit 52 Würfen drei Schoet und 40 Meter und die zweite Gummi mit 51 Würfe gar vier Schoet und 32 Meter.
Bredehorns Mannschaftsführer Rene Thye sprach von einem guten Wettkampf. Nur die erste Holz habe wieder mal einen schlechten Tag erwischt. „Wir freuen uns über die Punkte – mit einem Blick auf Kreuzmoor. Das wird noch richtig spannend.“ Schweewarden ist mit 7:13 Punkten Sechster. Stefan Freese bleibt aber optimistisch. „Ich glaube fest an den Klassenerhalt. Cleverns muss schon viel tun, um an uns heranzukommen.“
Halsbek – Grabstede 3:14. Nur die zweite Gummi der Gastgeber war stark. Sie siegte mit 46 Würfen (3,027). Die anderen Duelle gewannen die Grabsteder (1. Holz: 6,024; 2. Holz: 2,147; 1. Gummi: 5,039).
„Gegen starke Gäste hatten wir leider keine Chance“, sagte der Halsbeker Arne Hiljegerdes. Der Grabsteder Holger Alberts freute sich. „Es passte einfach alles. Tolle Stimmung. Klasse Leistung.“
Cleverns – Spohle 6:2. Den entscheidenden Vorteil holten die Clevernser Gummigruppen mit jeweils 48 Würfen heraus (1. Gummi: 1,052; 2. Gummi: 3,081). Die zweite Holz gewann einen Schoet und 138 Meter dazu.
Die Gäste siegten in der ersten Holz mit zwei Schoet und 48 Metern. „Mit dem Sieg wird die Hoffnung auf den Klassenerhalt lebendig gehalten. Für uns ist weiter jeder Wettkampf ein Endspiel“, sagte der Clevernser Kapitän Heiko Janssen.
Verbandsliga: Schweinebrück – Mentzhausen 9:6. Im Kellerduell sicherten sich die Gastgeber den Erfolg mit der ersten Holz (6,079) und der zweiten Gummi (2,120). Die zweite Holz der Gäste holte 59 Meter heraus, die erste Gummi gewann fünf Schoet und 140 Meter. Beide Mannschaften liegen mit 5:15 Punkten am Tabellenende. Mentzhausen hat das bessere Schoetverhältnis.
Bezirksklasse: Abbehausen - Vielstedt/Hude 5:7. Knappe Niederlage für die Wesermärschler: Die erste Holz der Abbehauser gewann 139 Meter, die erste Gummi siegte mit vier Holz und 36 Metern. Aber die Niederlagen der zweiten Holz (-6,029) und der zweiten Gummi (-1,078) fielen zu hoch aus. Abbehausen hat 10:10 Punkte.
Frauen
Landesliga: Reitland – Kreuzmoor 0:0. Die Gastgeberinnen erwischten den besseren Start. Die Holz holte mit zwei Gummi-Werferinnen zwei Würfe heraus. An der Wende waren die Gruppen auf Augenhöhe. Mit dem letzten Wurf wechselte die Führung. Die Gäste lagen mit 54 Würfen fünf Meter vorne.
Mit der Gummi holte Reitland bis zur Wende zwei Schoet heraus. Auf der Rücktour gaben die Gäste Gas. Mit dem letzten der 47 Würfe gewannen die Gastgeberinnen mit 48 Metern. Reitlands Brigitte Sanders sprach von einem gerechten Unentschieden. Die Kreuzmoorer Mannschaftsführerin Sandra Gerken sah es ähnlich: „Das war ein Kopf-an-Kopf-Rennen.“ Reitland ist Dritter (13:7). Kreuzmoor steht als Vierter mit 9:11 Zählern im Niemandsland.
Schweinebrück – Schweewarden 10:0. Das Duell der Holzgruppen war einigermaßen ausgeglichen. Die Friesländerinnen gewannen mit drei Schoet und 57 Metern. Aber die Paradegruppe der Gastgeberinnen siegte deutlich (6,064). „Die Leistung war in Ordnung“, sagte Schweinebrücks Kapitänin Astrid Hinrichs. Die Schweewarder Mannschaftsführerin Silke Ahlhorn blieb gelassen. „Diese Niederlage war eingeplant.“ Schweewarden nimmt mit 8:12 Punkten Platz fünf ein.
Halsbek – Westerscheps 14:0. Einseitiges Derby: Die Halsbeker Holz gewann souverän (3,008), die Gummi landete mit 46 Würfen einen Kantersieg (11,046). Die Halsbeker Mannschaftsführerin Talea Hiljegerdes freute sich. „Mit dem Ticket zur Finalrunde haben wir ein für uns unerwartetes Ziel erreicht.“
Roggenmoor/Klauhörn – Spohle 1:0. Das bisherige Schlusslicht gewann mit der Holz (1,070) und gab mit der Gummi nur einen Meter ab. Die Gastgeberinnen führten zwischenzeitlich mit der Holz mit 3 Schoet. Den Gästen fehlten 70 Meter zum Remis.
Bezirksliga: Haarenstroth – Esenshamm 2:3. Vermeidbare Niederlage beim Vorletzten: Die Ammerländerinnen legten mit der Holz drei Schoet und 88 Meter vor. Die Gäste zogen mit der Gummi nach (2,064). Ihnen fehlten 25 Meter zum Remis. Esenshamm (10:10) hat nur noch einen Punkt Vorsprung vor dem Abstiegsrang.
Senioren
In der Landesliga der Altersklasse Frauen II feierte der Titelverteidiger Reitland (21:1) einen sicheren 8:0-Erfolg gegen den Tabellenvierten Schweewarden (10:10). Der Tabellenfünfte Augusthausen (10:12) ließ beim Tabellenletzten Bredehorn (3:17) nichts liegen. Damit haben die Augusthauserinnen alle drei Partien im Januar gewonnen. Der Tabellendritte Kreuzmoor (14:6) löste die Aufgabe beim Vorletzten Langendamm/Dangastermoor (3:17) sicher mit einem 5:0-Sieg.
Der 4:0-Sieg des Titelverteidigers Reitland in der Altersklasse Männer IV (22:2) beim Schlusslicht Langendamm/Dangastermoor (1:23) war souverän. Im Kellerduell trennten sich Grabstede und Leuchtenburg mit einem 0:0-Remis. Der Vorletzte Grabstede (3:17) war mit 137 Metern im Plus. Ihm fehlten nur 13 Meter zum Sieg. Der Tabellenzweite Altjührden/Obenstrohe (18:4) gewann gegen Haarenstroth kampflos mit 5:0. Im Ammerland-Duell siegte der Drittplatzierte Torsholt (17:7) mit 2:0 beim Tabellensechsten Moorburg/Hollriede (9:15).
