Wesermarsch - Der ESV Nordenham hat am Montag das Spitzenspiel der Fusionsklasse A (Staffel Nord) verloren. Er unterlag WSC Frisia Wilhelmshaven II mit 0:1. Der TSV Abbehausen II spielte haben am Montag beim Tabellendritten VfL Wilhelmshaven 2:2. Abbehausen belegt mit 29 Punkten aus 16 Spielen Platz vier.

Der ESV ist mit 32 Punkten aus 14 Spielen Zweiter. Frisia II führt die Tabelle mit 38 Punkte aus 17 Spielen an.

VfL Wilhelmshaven - TSV Abbehausen II 2:2 (1:0). Das Spiel war ein offener Schlagabtausch, aber die Abbehauser hatten viele Chancen, um die Partie zu gewinnen. „Ich bin zufrieden mit dem Punktgewinn, aber es fühlt sich an, als hätten wir zwei Punkte verschenkt“, sagte TSV-Trainer Sascha von Minden. Den besseren Start hatten die Hausherren: Schon in der 10. Minute ging der VfL durch ein Distanztor von Adam-Andrzej Paliga in Führung. Bis zur Halbzeit blieb es dabei, aber der TSV hatte ein Chancenplus.

Er belohnte sich erst nach der Pause. Mohammed Yassin glich nach einer Ecke wieder aus (68.). Die Antwort kam postwendend: Ein Freistoß des VfL landete direkt auf dem Fuß von Sebastian Braatz, der den Abpraller problemlos einnetzt. „Da war die Abwehr im Tiefschlaf“, sagte von Minden. Aber Abbehausen kämpfte: Matthias Poppe setzt sich gegen zwei Wilhelmshavener durch und bediente Till Wickner, der das 2:2 erzielte (76.).

WSC Frisia Wilhelmshaven II - ESV Nordenham 1:0. Schade: Das Spitzenspiel blieb hinter den Erwartungen zurück, das Aufeinandertreffen der beiden Topteams der Fusionsklasse A hielt nicht, was es versprach. „Die Partie war eigentlich ein klassisches 0:0. Es gab kaum große Chancen, es war aber ein hitziges Duell“, sagte ESV-Trainer Thorsten Rohde.

Die erste Halbzeit verlief torlos, aber brachte einen Platzverweis mit sich: Wilhelmshaven spielte von der 35. Minute nur noch mit zehn Mann. In der zweiten Halbzeit zogen die Gäste allerdings nach: Dominik Schwarting sah die Ampelkarte.

Die entscheidende Szene der Partie spielte sich aber in der 70. Minute ab: Die Gastgeber bekamen einen Strafstoß zugesprochen und verwandelten ihn. Damit hatten sie dem ESV den entscheidenden Schlag versetzt. „Nach dem 0:1 haben wir uns aufgegeben. Da war einfach die Luft raus“, sagte Rohde.