WESERMARSCH - Nach der Sommerpause kämpfen die Herren 30 des TK Nordenham ebenso wie die Landesligaherren des TKN um den Klassenerhalt. Zweimal zeigte sich der Oldenburger TeV als Spielverderber. Durch eine Sonderregelung auf Verbandsebene steigt der SV Lemwerder nicht ab. In den oberen Klassen herrscht Abstiegskampf pur: Mit Ausnahme der TKN-Herren 50, die realistische Chancen auf den Aufstieg in die Oberliga haben, bangen alle fünf männlichen Wesermarsch-Mannschaften zwischen der Verbandsklasse und der Landesliga um den Klassenerhalt oder sind wie im Falle der beiden Braker Herren 55-Mannschaften bereits abgestiegen. Die Landesligaherren des TKN mussten dabei nach dem furiosen Sieg gegen Lilienthal gleich wieder einen Rückschlag einstecken.

Landesliga, Herren: Oldenburger TeV II – TK Nordenham 4:2. Einen Punkt gegen Oldenburg, dann ein Sieg im Nachholspiel gegen Nahne – so lautete der Plan, den Spielertrainer Christopher Brandau ausgewiesen hatte. Dementsprechend groß war die Enttäuschung nach dem Spiel. „Der Frust sitzt tief“, so Brandau.

Besonders die schwachen Einzelleistungen von Stefan Harms, Steffen Trumpf und vor allen Dingen Brandau selbst seien ärgerlich gewesen, denn gegen das junge OTeV-Team lag durchaus ein Unentschieden in der Luft: Harms, seit dem Ende der Wintersaison im Einzel ungeschlagen, verpasste es, Christian Cremers bei einer 4:1-Führung konsequent auszuspielen. Einzig Stefan Diekmann hatte zuvor mit einer einwandfreien Vorstellung für den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich gesorgt. Trotz allem verstreut Christopher Brandau Optimismus: „Wenn wir auf unsere Tabelle schauen, dann haben wir immer noch alles selbst in der Hand.“

In der Endphase der Saison jedenfalls wird es zwischen den beiden Osnabrücker Teams, Lilienthal und Nordenham einen spannenden Vierkampf um die zwei zu vergebenen Abstiegsplätze geben.

Harms 6:7, 1:6; Trumpf 2:6, 4:6; Brandau 3:6, 0:6; Diekmann 7:6, 3:6, 6:2; Harms/Brandau 4:6, 4:6; Trump/Fitschen 6:1, 1:6, 7:6.

Verbandsliga, Herren 30: Oldenburger TeV – SV Lemwerder 6:0. Vor zwei Jahren spielte das Gros der OTeV-Dreißiger noch in der offenen Klasse. Vor allen Dingen an den beiden Toppositionen zeigte sich dieser Fakt, weil das Tempo von Sven-Erik Schmidt und Andreas Thole deutlich schneller war als das der restlichen Herren 30-Teams. Dass Sven Quader und Claus Wieken dagegen keine Chance hatten, kann man den beiden nicht zur Last legen. Knapper gestalteten sich die Partien von Hendrik Eymael und Stefan Schauder, die im ersten Durchgang jeweils kurz vor dem Satzgewinn waren. Nichtsdestotrotz rettet die Lemwerderaner eine Regelung der Verbandsligen und Verbandsklassen: Während Bezirksligisten in einer Sechserstaffel als Fünfter absteigen, bleibt der SVL wie im Vorjahr Verbandsligist.

Quader 0:6, 1:6; Wieken 2:6, 1:6; Eymael 5:7, 2:6; Schauder 6:7, 2:6; Quader/Wieken 2:6, 3:6; Eymael/Schauder 5:7, 6:7.

Herren 55: Beckedorfer TC – SV Brake 5:1. Ähnlich wie der SV Brake II bei den Herren 55 in der Verbandsklasse war auch die Erste Mannschaft nicht chancenlos in ihrer Verbandsliga-Staffel. Nun müssen sie als Tabellenletzter aber ebenfalls den Gang in die nächst tiefere Klasse antreten. In der Schwaneweder Ortschaft Beckedorf besorgte Ersatzmann Berndt Evers, der Kapitän des SVB II, den Ehrenpunkt, wobei auch Peter Köppen und die beiden Doppel durchaus an einem Punktgewinn dran waren.

Hans-Gerd Brumund 2:6, 1:6; Köppen 3:6, 5:7; Werner Schröder 0:6, 1:6; Evers 6:4, 5:7, 6:1; Brumund/Dieter Spiekermann 4:6, 5:7; Köppen/Evers 6:4, 3:6, 3:6.

Verbandsklasse, Herren 30: TSG Hatten-Sandkrug – TK Nordenham 6:0. Hingefahren sind die TKN-Akteure zwar zum Punktspiel nach Sandkrug, gespielt haben Sascha Fitschen, Marco Schnakenberg und Martin Freese aber nicht. „Wir haben momentan zu viele Verletzungssorgen und deshalb einfach keine fitte Mannschaft zusammen bekommen“, erklärte Schnakenberg, der selbst seit Wochen an einem Kapselriss im Knöchel laboriert. Um keine Strafe vom Niedersächsischen Tennisverband zu erhalten, fuhren die Mannen zum Auswärtsspiel und gaben auf. „Wir müssen jetzt nach vorne blicken. Im August haben wir zwei Endspiele um den Klassenerhalt. Dann müssen wir alle wieder fit sein“, hofft Schnakenberg.