WESERMARSCH - Medaillen, Titel und Platzierungen sind für viele Menschen die Erfolgsmaßstäbe im Sport. Die soziale Bedeutung der Sportvereine gerät gegenüber dem Leistungsgedanken leicht in den Hintergrund. Um dem entgegenzuwirken und deutlich zu machen, wie wichtig der Sport für das gesellschaftliche Miteinander ist, hat der Kreissportbund Wesermarsch gemeinsam mit den Volks- und Raiffeisenbanken einen Wettbewerb gestartet. Dabei werden Vereine, die sich im sozialen Bereich besonders engagieren, mit Geldprämien belohnt. Die Aktion steht unter dem Motto „Sterne des Sports“.
Die „Sterne“ in Bronze, Silber oder Gold gibt es für vorbildliche Vereinsprojekte. Dabei stehen die Themenfelder Integration, Gesundheitsförderung, Kinder und Jugend, Familie, Umweltschutz und Gleichstellung im Mittelpunkt.
Harms betreut die Aktion
Bereits seit 2004 verleihen der Deutsche Olympische Sportbund und die Genossenschaftsbanken alljährlich die „Sterne des Sports“. Jetzt ist erstmals die Wesermarsch dabei. Der Ehrenvorsitzende des Kreissportbundes, Rolf Harms, hat die Aufgabe übernommen, den Wettbewerb vor Ort zu betreuen. „Wir wünschen uns, dass sich möglichst viele Vereine beteiligen“, sagt er.
Das Mitmachen lohnt sich. Denn für den ersten Platz gibt es 1500 Euro. Die beiden folgenden Ränge sind mit 1000 und 500 Euro dotiert. Zudem werden die Plätze vier bis zehn mit jeweils 100 Euro bedacht. Der Kreissieger qualifiziert sich für die nächste Runde auf Weser-Ems-Ebene. Und der Verein, der dabei ganz vorne liegt, nimmt am Bundesfinale teil.
Während auf Bundesebene der Turner Fabian Hambüchen der Botschafter der „Sterne“-Aktion ist, übernimmt in der Wesermarsch der Reiter Gerd Sosath diese Aufgabe. Der Lemwerderaner ist auch Mitglied der Jury, die über die Bewertung der eingereichten Vorschläge entscheidet. Zu dem siebenköpfigen Gremium gehören zudem Landrat Michael Höbrink, Kreissportbund-Ehrenvorsitzender Rolf Harms, Raiffeisenbank-Prokurist Gerd Munderloh sowie Peter Menze als Sportredakteur der Kreiszeitung Wesermarsch und Norbert Hartfil als Leiter derNWZ
-Redaktion Nordenham.Integration im Fußballclub
Beispielhaft für ein soziales Vereinsprojekt ist eine Aktion des 1. FC Ohmstede, der es im vergangenen Jahr bundesweit auf Platz vier schaffte. Unter dem Motto „Aus dem Abseits ins Leben“ hatte der Fußballclub eine Integrationsmaßnahme für junge Migrantinnen ins Leben gerufen.
