WESTERLAND - Die besten Kitesurfer der Welt haben sich zum Kitesurf- Weltcup in Westerland auf Sylt getroffen. Als jüngster Teilnehmer war der 14-jährige Jannis Maus aus Oldenburg beim Wettbewerb dabei. Insgesamt 14 Rennen wurden vor einer Kulisse von insgesamt rund 82 000 Zuschauern ausgetragen. Dabei kämpften 66 Athleten aus 13 Nationen um die Titel in den Disziplinen Race und Freestyle.
Während im Freestyle-Wettbewerb die erforderlichen Windstärken ausblieben und somit keine offiziellen Wertungen ermittelt werden konnten, wurden in der Disziplin Race alle Einzelentscheidungen ausgefahren. Dem Oldenburger Nachwuchs-Kiter Maus gelang ein gutes Weltcup-Debüt: Der 14-Jährige fuhr auf des 18. Gesamtplatz.
Mit seiner Leistung war Maus zufrieden: „Mein Ziel war es, nicht letzter zu werden. Rang 18 ist toll. Allerdings muss ich zugeben, dass es nicht ein einziges Rennen mehr sein durfte – ich war durch und durch kaputt, dass war wirklich kein Kindergeburtstag“, sagte der Oldenburger Schüler.
Da es im internationalen Kitesurf-Sport im Gegensatz zur deutschen Meisterschaftsserie keine gesonderte Juniorenwertung gibt, startete Maus im Männerklassement. Dort stand er im direkten Vergleich mit den Profis. Zu seinen Konkurrenten auf dem Wasser gehörten unter anderen der Weltranglisten-Erste Bruno Sroka aus Frankreich und der amtierende Deutsche Meister Erwin Gruber aus Garmisch-Partenkirchen. Sroka wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Er konnte am Ende den Gesamt-Weltcup für sich entscheiden.
Bei den Frauen dominierte Katja Roose aus den Niederlanden. Sie gewann sechs Rennen und verwies die Französin Caroline Adrien und die Britin Steph Bridge auf die Plätze zwei und drei. Beste deutsche Teilnehmerin war die 42-jährige Kathrin Borgwardt aus Neubrandenburg auf Platz fünf.
Vor zwei Jahren entdeckte Maus den Kitesport für sich. „Auf dem Ijsselmeer bin ich zum ersten Mal richtig gekitet, das Spielen mit den Naturgewalten hat mir sofort Spaß gemacht“, erinnert sich der Schüler. Ob er einmal als Profisportler antreten wird? „Ich werde erst mal mein Abitur machen. Ob ich dann ein Kite-Profi werden will, weiß ich noch nicht.“
In der deutschen Meisterschaftsserie liegt Maus derzeit im Juniorenklassement auf dem fünften Platz. Die deutsche Meisterschaft wird vom 13. bis 15. August auf Fehmarn ausgetragen.
wird auch Kiteboarden genannt und ist eine sogenannte Extremsportart, die aus dem Powerkiting hervorgegangen ist. Einen Kite, sozusagen einen Lenkdrachen, verwendet man bei diesem Sport für die Fortbewegung auf dem Wasser mit Hilfe eines Kiteboardes. Der Sportler steht dabei auf dem Board, dem Brett, und wird durch den lenkbaren Kite, der auch als Windschirm oder kurz Schirm bezeichnet wird, gezogen.
eines typischen Kitesurfboardes entspricht dem eines Snowboardes. Im Unterschied zum gewöhnlichen Surfbrett hat das Kitesurfboard keinen weiteren Auftrieb und lässt sich in beide Richtungen fahren – ist also bidirektional lenkbar. Der Auftrieb entsteht hydrodynamisch durch die Fahrt über das Wasser. Die Boardgrößen sind im Wesentlichen abhängig vom Gewicht des Fahrers und der Windstärke.
