Westerstede/Ammerland - Ein makelloser Hartplatz, klar sichtbare Linien und eine brandneue Korbanlage – der neue Streetballcourt auf dem Schulhof der Westersteder Robert-Dannemann-Schule lädt bereits bei einem kurzen Blick zum Basketballspielen ein. Nachdem in den vergangenen Wochen schon neue Basketball-Freiplätze in Bad Zwischenahn (Oberschule) und Rastede (Grundschule Kleibrok) entstanden sind, wurde am Montagvormittag nun auch in der Kreisstadt das dritte Ammerländer Streetballfeld eingeweiht, welches im Rahmen des Integrationsprojekts „Streetbaskets4life“ geschaffen worden ist.
Initiator dieser Idee ist der Verein „baskets4life“, der mithilfe der EWE Baskets Oldenburg eine große Spendenaktion gestartet hat, um neben einem Platz in Oldenburg auch im Ammerland drei Spielorte entstehen lassen zu können.
„Das Projekt Streetbaskets4life hat das Ziel, den Basketball unter Kindern zu verbreiten, die nur schwer einen Bezug zum Vereinssport herstellen können – dies gilt besonders für Kinder mit Migrationshintergrund“, erklärt der Projektkoordinator Paul Isernhinke.
Um dieses Vorstellungen zu realisieren wurden an den verschiedenen Standorten Partnerschaften mit Schulen (Robert-Dannemann-Schule Westerstede, KGS Rastede, Oberschule Bad Zwischenahn) und Vereinen eingegangen und ein Konzept entwickelt, wie die Kinder an den Teamsport herangeführt werden sollen: „An jedem Standort gab es im Vorfeld eine Trainingsphase, indem die Partnerschulen Arbeitsgemeinschaften angeboten haben. So wurden die Schüler im Alter von zehn bis 16 Jahren auf ein Turnier vorbereitet, welches dann auf den fertigen Plätzen ausgetragen wurde. Die jeweils besten Mannschaften treten am Finaltag in Oldenburg im August gegeneinander an“, erklärt Isernhinke.
Die einzelnen regionalen Schulen nahmen bei der Zusammensetzung der Mannschaften, sowie bei der Motivation der Schüler eine besonders wichtige Rolle ein: „Mit dem Verlauf der Trainingswochen konnten wir doch recht viele Schüler für das Projekt gewinnen. Zudem hat man gemerkt, wie gut die Teilnehmer das Projekt mit der Zeit angenommen haben“, freut sich Sportlehrer Torben Reints, der die Leitung der Aktion an der Westersteder Robert-Dannemann-Schule übernommen hat.
Auch Westerstedes Bürgermeister Klaus Groß zeigte sich bei der Eröffnung des neuen Courts begeistert: „Die Stadt Westerstede ist sehr froh, Teil dieses außergewöhnlichen Integrationsprojekts zu sein. Über den Mannschaftssport kann Integration sehr gut gelingen.“
Auch Isernhinke unterstreicht den großen Wert des Miteinanders der Teilnehmer: „An den Turniertagen konnte man erkennen, wie viel Spaß beim Spielen in der Mannschaft entstehen kann. Wir wollen dieses Teamgefühl vermitteln und fördern, damit die Schüler auch über das Projekt hinaus dabei bleiben und in den Vereinen integriert werden.“
Die neuen Felder stehen aber natürlich nicht nur für das Projekt zur Verfügung. Die Streetballcourts können von jedermann genutzt werden und bieten somit eine tolles Freizeitangebot. „In Oldenburg, wo das Feld schon etwas länger fertig ist, wurde der Platz super angenommen. Wir sind sehr zuversichtlich, dass auch im Ammerland sehr viel Betrieb auf den Plätzen herrschen wird“, gibt sich Projektleiter Paul Isernhinke optimistisch.
