Westerstede - Die starke Aufholjagd wurde nicht belohnt: Bereits zum zweiten Mal in dieser Saison müssen sich die Basketballer der TSG Westerstede in der Overtime geschlagen geben. Beim SC Rasta Vechta II unterlag der Ammerländer Regionalligist mit 115:117. Am Ende der regulären Spielzeit hatte es 92:92 gestanden.
Trotz der Niederlage war Trainer Nenad Cirkovic stolz auf seine Spieler: „Was wir hier für ein Comeback gezeigt haben, war einfach toll. Das war die richtige Antwort auf die schwache erste Hälfte.“ Am Ende sei dem Team, dass nur mit kleiner Rotation von nur acht Spieler startete, in der zweiten Verlängerung die Kraft ausgegangen. „In einem normalen Spiel reicht der Kader vollkommen aus. In der zweiten Overtime war es am Ende hart für die Jungs“, gab Cirkovic zu.
Dennoch war das Auswärtsspiel in Vechta auch eine vergeben Chance für die Eagles. Denn mit einer nicht ganz so katastrophalen ersten Hälfte wäre auch ein Sieg durchaus möglich gewesen. Aber eine Trefferquote von nur 20 Prozent aus dem Feld im ersten Durchgang warfen die Westersteder weit zurück. Mit einem 30:61-Rückstand wurden die Seiten gewechselt.
„Wir haben im ersten Durchgang keine Lösungen gefunden und nur geschossen und wenig getroffen“, fasste Cirkovic zusammen. In der zweiten Hälfte hatte sein Team aber an den richtigen Schrauben gedreht.
Aus einer energischeren Defense kamen die Ammerländer Punkt um Punkt heran. Mit 59:74 ging es ins letzte Viertel. Und dort drehten die Eagles komplett auf. Eine Minute vor dem Ende hatte die TSG das Spiel nach einem Korbleger von Topscorer Robert Drijencic (30 Punkte) beim 92:90 gedreht. Doch ein Korbleger von Fynn Aumann neun Sekunden vor dem Ende rettete Rasta in die Overtime.
Auch in der Verlängerung blieb die Partie eng. Drei Sekunden vor dem Ende versuchte Franjo Borchers beim 105:105 einen Dreier, doch vergab den Wurf aus schwieriger Position. Es gab also noch einmal fünf Minuten drauf.
Und auch diese Schlussphase hatte es in sich. Sieben Sekunden vor dem Ende lag die TSG mit 115:116 hinten, war aber in Ballbesitz. Nach der Auszeit verlor Piet Niehus aber den Ball und Rastas Radii Caisin machte mit einem getroffnen Freiwurf den Heimsieg perfekt.
