Westrhauderfehn/Essen - Für die Landesliga-Fußballer des BV Essen steht an diesem Sonntag das erste Pflichtspiel des neuen Jahres an. Sie gastieren beim Aufsteiger TuRa Westrhauderfehn (15 Uhr). Die Chancen, ob gespielt wird, oder nicht, bezifferte TuRas Fußballobmann Christian Schulte vor einigen Tagen noch mit 50:50.

Sollte der Ball rollen, erwartet die Essener, die ohne den gelb-rot-gesperrten Marc Steinkraus antreten werden, ein unbequemer Gegner. Angefeuert von ihrem großen und lautstarken Anhang, haben die Fehntjer schon so manchen Gegner in der Liga zu Fall gebracht. „TuRa hat unter anderem Kickers Emden, TV Dinklage und BW Lohne geschlagen. Wir sind also gewarnt“, sagt Essens Trainer Wolfgang Steinbach.

In der Winterpause peppte TuRa seine Offensivabteilung mit Janek de Buhr enorm auf. Er kam mit der Empfehlung von 64 Toren in 79 Bezirksligabegegnungen von Frisia Loga nach Westrhauderfehn. Beim jüngsten 3:1 (0:0)-Testspielerfolg gegen den ambitionierten Kreisligisten BW Ramsloh schnürte der brandgefährliche de Buhr einen Doppelpack.

In ihrem letzten Testspiel zeigten sich unterdessen die Essener auch torfreudig. Sie gewannen gegen den SV Quitt Ankum 8:2. „Da haben wir eine gute Leistung hingelegt“, sagte Steinbach.

Im ersten Testspiel unterlagen die Essener dagegen dem Bezirksligisten Falke Steinfeld 2:3. Startschwierigkeiten im ersten Spiel des Jahres seien nicht ungewöhnlich, so Steinbach. „Zumal wir gegen Steinfeld eine katastrophale Chancenverwertung an den Tag gelegt haben.“

In Westrhauderfehn müssen die Essener auf Sendung sein, um kein blaues Wunder zu erleben. „Sollte es am Sonntag losgehen, sind wir startklar“, sagt der ehemalige Nationalspieler der DDR. Vom hohen 5:0 (3:0)-Hinspielerfolg will er sich derweil nicht in Sicherheit wiegen lassen: „Da war zu sehen, dass TuRa nicht zu unterschätzen sei. Seinerzeit haben wir die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht.“ Ob neben Steinkraus weitere BVE-Spieler ausfallen, vermochte Steinbach nicht zu sagen.