Wilhelmshaven - Mit einem 10:1-Traumstart legte Handball-Drittligist Wilhelmshavener HV die Basis für den souveränen 33:27 (18:12)-Auswärtssieg bei Aufsteiger MTV Großenheidorn, auch wenn den Gästen in der Schlussphase ein paar Fehler zuviel unterliefen. Positiv das gute Spiel der Wilhelmshavener über die Außenpositionen, wo Corvin Troschke (links, 7 Tore) und Okke Dröge (rechts, 6 Tore) als sichere Vollstrecker glänzten. Dass das Team im Vorfeld mit zahlreichen Grippeausfällen im Training zu kämpfen hatte, war vor den 300 Zuschauern in der (bröckligen) „Meerfestung“ am Steinhuder Meer nicht zu merken. Und weil der WHV-Sieg nie in Gefahr geriet, konnten drei angeschlagene Spieler (Sebastian Maas, Tobias Schwolow, Sergi Ala Sanchez) geschont werden.
Der WHV-Start in Großenheidorn war ein Musterbeispiel dafür, wie eine offensive Deckung auseinander gespielt werden muss. Für den Auftakt sorgte nach 42 Sekunden Troschke mit dem 0:1. Und auch danach erarbeiteten sich die Wilhelmshavener immer wieder Lücken. Wie aus dem Lehrbuch dabei das 1:7 (8.), vor dem Rene Drechsler bereits hätte treffen können, den Ball aber auch Troschke ablegte, der mit einem traumhaften Heber traf und MTV-Trainer Stephan Lux nötigte, sein Team zu einer Auszeit zusammenzurufen.
Das fruchtete allerdings nur bedingt - auch weil Konstantin Madert, im Anschluss zum „Man of the Match“ gewählt, im WHV-Tor gleich dreimal gegen MTV-Linksaußen Bastian Weiß zur Stelle war und die bewegliche und aggressive WHV-Abwehr um Tim Düren und Sven Eberlein dem Rückraum der Gastgeber kaum Entfaltungsmöglichkeiten ließ.
Erst nach dem 1:10 (Duncan Postel/15. Minute) verlief die Partie etwas ausgeglichener, die 18:12-Führung des WHV zur Pause war aber mehr als verdient.
Nur zu Beginn der zweiten Hälfte ließ sich erahnen, warum die Gastgeber zuvor erst im letzten Heimspiel gegen Gummersbach II die erste Niederlage in der „Meerfestung“ kassiert hatten. Nach zwei schlechten Abschlüssen des WHV in Folge, verkürzte der MTV auf 18:14, doch nach einer schnellen WHV-Auszeit (34. Minute) erstickten Jan Bennet Behrends und Duncan Postel mit ihren Treffern zum 20:14 für den WHV jede eventuell denkbare MTV-Euphorie.
WHV: Madert (1.-40./9 Paraden), Lüpke (41.-60. und bei drei Siebenmetern/4); Postel 8, Troschke 7, Dröge 6, Behrends 4, Kozul 4/1, Eberlein 3/1, Drechsler 1, Schweigart, Düren, Schwolow (n.e.), Sanchez (n.e.), Maas (n.e.)
