Wilhelmshaven - Die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV haben einen versöhnlichen Abschluss der Hinrunde in der Nord-West-Staffel gefeiert. Bei den Sportfreunden Söhre gewann das Team von Christian Köhrmann nach einer weitgehend souveränen Vorstellung verdient mit 30:24 und geht als Tabellenfünfter in die kurze Winterpause.
Starke Abwehrleistungim ersten Durchgang
Den Grundstein zum Sieg legten die Gäste mit einer starken Abwehr- und Torhüterleistung bereits im ersten Durchgang. Parade Jakub Lefan, Tempogegenstoß von Sebastian Maas (0:1), ein cooler Heber von Kreis von Matej Kozul (1:3) – in diesem Tempo und mit dieser Qualität machten die Wilhelmshavener zwar nicht weiter, weil auf der Rechtsaußen-Position auffällige Ladehemmung herrschte, da aber die Gastgeber häufig überhastet abschlossen, blieb das fast folgenlos.
Nur zweimal lag Söhre knapp vorne (7:6, 8:7), dann leitete Jonas Schweigart mit einem Tor (8:8) und anschließend einem guten Auge für den Kreis (Duncan Postel/8:9) einen Zwischenspurt ein, der den WHV nach knapp 28 Minuten mit 13:9 in Führung brachte. Und hätte das finale Überzahlspiel des WHV nicht den im ersten Durchgang glücklosen Sergi Ala Sanchez als Zielspieler gehabt (der am starken Pascal Kinzel scheiterte), wäre sogar eine höhere Pausenführung möglich gewesen.
Rote Karte für Postelnach dritter Zeitstrafe
Das rächte sich aber nicht mehr. Ein konzentrierter WHV ließ die Gastgeber nie näher als auf zwei Tore herankommen, spielte alle Angriffe geduldig bis zur besten Wurfchance aus und hatte in Sven Eberlein einen sicheren Siebenmeter-Vollstrecker.
Dass Rene Drechsler (Schulterprobleme) nach der Pause lange auf der Bank blieb und Postel eine Viertelstunde vor dem Ende nach der dritten Zeitstrafe das Feld räumen musste, sorgte auch nicht für einen Bruch. Köhrmann ließ seine Rechtshänder rotieren, Rückraumspieler Kozul traf auch vom Kreis (27:22/55.) und die offensive Abwehr, die Söhres Coach Sven Lakenmacher seiner Elf am Ende verordnete, spielte eher dem WHV in die Karten, der abgezockt noch einen klaren Sieg herauswarf.
Zufrieden war Köhrmann mit dem letzten 2023-Auftritt des Teams. „Bis auf ein paar kleine Hänger gab es nichts zu meckern. Jeder hat seinen Teil zum Sieg beigetragen. Nur zwei Gegentore in der Viertelstunde vor der Pause waren ganz stark. Und mit nur sieben technischen Fehlern insgesdamt kann ich auch sehr gut leben.“
