Oldenburg - Nicht einmal mehr einen Monat ist es hin, dann wird der Rat der Stadt Oldenburg einen Grundsatzbeschluss darüber treffen, ob er für oder gegen den Bau eines neuen Stadions ist. Grund genug für die Fans des VfB Oldenburg, am Sonntag noch einmal sichtbar ein Zeichen für eine neue Arena zu setzen.

„Nach wie vor und aktueller denn je, ein neues Stadion für Oldenburg und den VfB“, stand bei der Fan-Choreografie kurz vor dem Anpfiff des Heimspiels gegen 1860 München (2:2) auf ein großes Banner geschrieben. Mit weiteren überdimensionalen Sprechblasen listeten die Anhänger Pro-Argumente auf. „Richtige Flutlichtspiele“, „Verkehrsanbindungen“, „Barrierefreiheit“ und „Lärm für Anwohner“ führten sie sowohl Gründe für einen Umzug auf das Gelände an der Maastrichter Straße als auch gegen das im Spiel gegen die Münchner mit 6002 Zuschauern besetzte Marschwegstadion auf.

So könnte es aussehen. Über ein neues Stadion wird in Oldenburg schon lange diskutiert.

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Nils Coordes
Oldenburg

Auf dem Platz setzten dann vor allem die Oldenburger Einwechselspieler ein Zeichen – sie bekamen ein Sonderlob von Dario Fossi. „Die Spieler, die hineingekommen sind, haben uns heute richtig gepusht“, sagte der VfB-Trainer und sprach damit Jakob Bookjans, Last-Minute-Zugang Orhan Ademi (beide kamen in der 62. Minute), Patrick Hasenhüttl (72.) und Pascal Richter (81.) an. Letzterer schoss in der 94. Minute den umjubelten Ausgleich, eingeleitet hatte diesen Bookjans mit einer Flanke.

„Wir waren relativ unzufrieden mit unseren Wechseln in den letzten Wochen, weil danach wenig kam“ erklärte Fossi. In der Tat hatte der VfB im Jahr 2023 sowohl beim 1:0 in Zwickau als auch bei der 1:3-Niederlage gegen Dresden und beim 1:1 in Meppen in der zweiten Halbzeit Probleme. Entscheidende Impulse von den Jokern fehlten in diesen Partien. „Heute haben wir durch die Wechsel richtig Feuer hineinbekommen“, stellte Fossi heraus, dass sein Team in der letzten Viertelstunde deutlich mehr Offensivgefahr ausstrahlte als in den 75 Minuten zuvor.

Lars Blancke
Lars Blancke Sportredaktion