WIEFELSTEDE - Auch nach dem zweiten Spieltag in der Fußball-Bezirksliga bleibt der Landesliga-Absteiger SV Brake ohne Gegentor und ohne Verlustpunkt. Damit ist Brake Zweiter hinter dem BV Bockhorn, der überraschend den Titelfavoriten TSV Oldenburg mit 2:1 besiegte.

Allerdings stand der 1:0 (1:0)-Auswärtssieg der Schützlinge von Trainer Michael Rickers beim SV Eintracht Wiefelstede etwa nach einer Stunde auf wackeligen Füßen. So war der Coach auch nur mit Hälfte eins zufrieden. „Wir haben sehr konzentriert begonnen, so gut wie nichts zugelassen aber dann nur versäumt, mehr als eine 1:0-Führung herauszuholen“, hätte Rickers sich sehr gerne die nervenaufreibende zweite Halbzeit erspart.

Beide Seiten starteten mit viel Respekt voreinander, allerdings hatte der SV Brake mehr Ballbesitz und wirkte ruhiger im Spielaufbau. Das 1:0 nach 28 Minuten war daher durchaus logisch. Denis Tanriverdi setzte sich auf der linken Seite durch, passte auf den Elfmeterpunkt, wo Marvin Mosler scheiterte, ehe Simon Klöser seinen zweiten Versuch im Netz versenkte. Diese Führung gab Brake viel Selbstsicherheit, allerdings wurde nun nicht konsequent nachgesetzt und auf eine Erhöhung des Vorsprunges zielgerichtet hingearbeitet.

Die Gastgeber brachten nach der Pause mit Dennis Spiekermann einen weiteren groß gewachsenen Spieler ins Rennen, so dass es sich verboten hätte, zu tief zu stehen und hohe Flanken hinzunehmen. Allerdings brachte sich Wiefelstede zunächst fast selbst aus dem Konzept, als mit ständigem Lamentieren die Schiedsrichter allmählich „auf die Palme“ gebracht wurden. Die Unparteiischen wurde nun stur, schickten einen Akteur wegen andersfarbiger Radlerhose zum Umziehen und später einen Wiefelsteder, der nach einer Kopfverletzung sein Trikot mit Blut verschmiert hatte, ebenfalls zum Trikotwechsel.

Aber irgendwie hatten die Hausherren damit erreicht, dass beim SV Brake der Faden allmählich riss. Konstruktive Aktionen nach vorne, um die eine Stunde lang solide Abwehr zu entlasten, waren kaum noch zu erkennen. Auch die Einwechselung von Sascha Schwarze für Marvin Mosler brachte keine Belebung des Angriffsspiels. Da die Hausherren kaum brauchbare Flanken auf ihre baumlangen Akteur um Bernd Hobbie zustande brachten, versuchte es Wiefelstede mit Pässen durch die Schnittstellen der Braker Viererkette, was einige Mal für Alarmstufe „Rot“ beim SV Brake sorgte.

Doch da zeigte sich Torwart Mike Strahlmann hellwach, spielte glänzend mit und lief immer rechtzeitig heraus. Nachdem er einen Freistoßhammer von Henning Röbke entschärft hatte (71.), stoppte er Kevin Schrottke, der ungehindert vor ihm auftauchte (75.). Malte Lammers erging es in ähnlicher Lage vier Minuten später nicht besser. Wiefelstede war gestoppt und frustriert. Anders ist der mit „Rot“ bestrafte Tritt von Tika Roka gegen Arthur Hoffmann in der Nachspielzeit nicht zu erklären – denn der Ball war längst weg.