Wiefelstede - Für Benjamin Beeger, den Trainer der Landesklassen-Handballer des SV Eintracht Wiefelstede, fällt das Fazit zum Saisonauftakt in Oldenburg deutlich aus. „Wir haben ganz klar einen Punkt verschenkt. Jeder der Spieler sollte sich nochmal hinterfragen, wie so etwas passieren kann“, polterte der Trainer nach dem 30:30 (19:13) beim Aufsteiger.
Dabei hätte er nach den starken ersten 30 Minuten, die seine Mannschaft aufs Parkett legte, nicht daran gedacht, dass er sich am Ende noch so ärgern müsste. Angeführt vom starken Jan-Ole Reese, der elf Treffer warf, spielten die Wiefelsteder einen schnellen Ball und führten frühzeitig überdeutlich (10:4, 12. Minute). Zwischenzeitlich lagen die Ammerländer sogar mit acht Treffern (18:10, 26. Minute) in Führung.
Was sein Team jedoch im zweiten Durchgang zeigte, bracht den Trainer zur Weißglut: „Wir haben aufgehört Handball zu spielen. Man spricht Dinge und Spielzüge an und nichts davon wird umgesetzt“, haderte Beeger. Dass sie auch noch mit Jan Hindricksen der einzige Linkshänder im Team einen Außenbandriss zuzog, setzte dem Ganzen noch die Krone auf.
Die Gastgeber glaubte nun wieder an den Sieg und holten Tor um Tor auf. In der 59. Minute ging der VfL sogar selbst mit 30:29 in Führung. Doch der Treffer von Christian Schlick in der vorletzten Minute sicherte dem SVE immerhin noch einen Punkt.
