WIEFELSTEDE - Große Wiedersehensfreude nach rund 35 Jahren herrschte im Wiefelsteder Schützenheim. Die ehemaligen Mitglieder der Juniorenauswahl des Nordwestdeutschen Schützenbundes aus den 70er Jahren trafen sich erstmals nach so vielen Jahren wieder. Und natürlich hatten sich die 20 ehemaligen Schützen sehr viel zu erzählen. Unter ihnen war auch Peter Klingner aus Bremervörde, der die damals jungen Schützen als Trainer und Betreuer unter seine Fittiche genommen hatte und in den Jahren 1963 bis 1973 viele Erfolge mit der Landesauswahl feierte.
In einer lockeren Gesprächsrunde im Schützenheim berichtete jeder über seinen Lebensweg. Die meisten der ehemaligen Schützen, die zum Teil auch im Nationalkader gestanden hatten und dort viele Erfolge feierten, waren nicht mehr aktiv. Motorradfahren, Tennis oder Golf steht jetzt bei den meisten sportlich an erster Stelle. Nur einige wenige waren dem Schießsport treu geblieben. Dann aber nur noch mit der Pistole: „Die ist ja auch viel leichter. Da muss man nicht mehr das ganze Gewicht eines Gewehres halten", schmunzelte einer der Ehemaligen. Aber auch viele Erlebnisse aus früherer Zeit, die fast schon in Vergessenheit geraten waren, wurden wieder aufgefrischt. Da gab es dann auch die eine oder andere Anekdote, die für reichlich Heiterkeit sorgte.
Mit besonders großem Interesse wurden die Erzählungen von Uwe Knapp verfolgt, der erst kurz vor den Paralympics in Peking zum Coach der Behindertenmannschaft des Deutschen Schützenbundes ernannt worden war. Mit zwei Silbermedaillen trat das deutsche Team die Heimreise an.
„Eigentlich hatten wir uns anlässlich des 70. Geburtstages unseres ehemaligen Trainers Günther Frank treffen wollen, doch der plötzliche Tod unseres Erfolgscoachs machte dieser Zusammenkunft einen Strich durch die Rechnung“, so Günter Diers aus Hahn-Lehmden, der zusammen mit Heinz Schwarz aus Gristede diese Zusammenkunft nach Wiefelstede holte. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in Renken`s Bauerndiele wurde geboßelt. „Alle waren von diesem ersten Treffen so begeistert, dass wir uns nun alle zwei Jahre wieder treffen wollen", freute sich Günter Diers.
