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NWZonline.de Sport

Große Sorge um Niki Lauda

04.08.2018

Wien Formel-1-Legende Niki Lauda (69) hat die unerwartete Lungentransplantation nach Angaben seines Arztes zunächst gut überstanden. „Wir sind sehr zufrieden“, sagte Walter Klepetko, der Lauda am Donnerstag am Allgemeinen Krankenhaus in Wien operiert hatte, am Freitag.

Er rechnete mit einem mehrwöchigen Klinikaufenthalt. Laudas Gesundheitszustand sei so schlecht gewesen, dass die Transplantation höchste Dringlichkeit hatte, sagte Klepetko. Die Formel-1-Legende habe künstlich beatmet werden müssen, und sei deshalb bei der Aufnahme in die Warteliste für eine Lungentransplantation „sofort in die höchste Dringlichkeitskategorie für ein Spenderorgan“ gekommen.

Lauda brach nach Medienberichten im Juli einen Urlaub auf Ibiza ab, um sich wegen einer hartnäckigen Sommergrippe in Wien behandeln zu lassen. Nach einigen Tagen im Krankenhaus habe sich zunächst eine Besserung eingestellt. Am Mittwoch schrieb er einem Journalisten der Schweizer Boulevardzeitung „Blick“: „Bin bald wieder da, Niki.“

Für die Organvergabe in Österreich, Deutschland und einigen anderen Ländern ist Eurotransplant in den Niederlanden zuständig, wie Sprecherin Maya de Beer erläuterte. Wenn Spenderorgane bereitstünden, würden sie in der Datenbank registriert. Die Dringlichkeitsstufen der Patienten bestimmten die behandelnden Ärzte.

„Im Fall von akutem Organversagen kann der Status ,Höchstdringend’ (HU – nach dem englischen Ausdruck High Urgent) angezeigt werden“, erläuterte de Beer. „HU-Patienten erhalten Vorrang bei der Vergabe von Organen.“

Zahlreiche Menschen wünschten dem Ex-Sportler und Flugunternehmer auf sozialen Medien gute Besserung. Darunter war der österreichische Bundespräsident Alexander van der Bellen. Er twitterte: „Ich wünsche Niki Lauda gute Besserung und viel Kraft für die kommenden Wochen.“ Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz schrieb auf Facebook: „Wir wünschen dir viel, viel Kraft in dieser schweren Zeit.“

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