WIESBADEN - Die Letzte war die Erste: Luciana Diniz hat den Großen Preis des internationalen Reitturniers in Wiesbaden gewonnen und sich das Pfingstfest mit einer Prämie von knapp 19 000 Euro versüßt. Die gebürtige Brasilianerin, die für Portugal startet und in Bonn lebt, ritt am Montag als letzte Starterin im Stechen auf Lennox die schnellste Runde und schnappte mit ihrem fehlerfreien Ritt dem Italiener Emanuele Gaudiano den Sieg vor der Nase weg. Bester Deutscher wurde Holger Wulschner (Groß Viegeln) mit Cefalo auf Rang fünf.

Dreimal soviel Geld wie Diniz strich Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) für ihren zweiten Platz in der Global Champions Tour ein. Sie trat mit Bella Donna an, ihr Pferd der Zukunft, wie sie sagte. Sieger der erstmals in Wiesbaden ausgetragenen Etappe der mit fast acht Millionen Euro höchst dotierten Springsportserie der Welt wurde der Franzose Olivier Guillon mit Lord de Theize.

In der Dressur gewann Uta Gräf (Kirchheimbolanden) mit Le Noir am Sonntag die Kür. Erst im Vorjahr hatte die 42-Jährige in Wiesbaden den Einstieg ins internationale Turniergeschehen geschafft.

Das von rund 70 000 Zuschauern besuchte Turnier litt allerdings ein wenig unter den Absagen vieler deutscher Spitzenreiter. Ludger Beerbaum, Christian Ahlmann, Marco Kutscher und Marcus Ehning starteten in Rom, wo sie im Nationenpreis und im Großen Preis absahnten.