WILDESHAUSEN - Keine Zeitnahme, kein Konkurrenzdruck – und doch ist der Lauf „Rund um Wildeshausen“ nichts für blutige Anfänger. Über 23 Kilometer haben die 18 Teilnehmer der Veranstaltung am Wochenende zurückgelegt.
Dass es sich bei der Veranstaltung um keinen sportlichen Wettbewerb handelte, machte für viele Läufer einen besonderen Reiz aus. So auch für den in München lebenden Martin Frede, der extra für die Teilnahme in den Norden gereist ist. „Ich komme wegen der schönen Strecke und der netten Atmosphäre“, sagte er. Vor sechs Jahren ist der gebürtige Wildeshauser zufällig mitgelaufen. Seitdem ist er in jedem Jahr dabei.
Dass neben ihm nur 17 weitere Sportlerinnen und Sportler den Weg zum Start an der Hunteschule Wildeshausen fanden, ist für die Veranstalter um Torsten Iverssen vom Lauf-Team etwas enttäuschend. „Es zeichnete sich aber schon bei der Anmeldung ab“, sagte er, „der Lauf findet in der Ferienzeit statt. Da haben natürlich weniger Sportler Zeit.“
Diejenigen, die Zeit gefunden haben, waren mit der Veranstaltung sehr zufrieden. In zwei Gruppen haben sie die Strecke hinter sich gebracht – je nach Leistungsstand. Dabei war stets ein Organisator, der den Weg kannte. Schließlich war dieser nicht beschildert. An zwei Stationen wurden die Sportler mit Getränken versorgt, im Ziel an der Schule wartete dann Torsten Iverssen mit Kuchen zur Stärkung. Das war auch nötig, denn alle Läuferinnen und Läufer waren sich einig: „Es ist schön, wenn man nach solch einer Strecke sitzen darf.“
Das nächste Mal kommt die Gruppe zusammen, wenn das Team den 19. Nikolaus-Lauf in Wildeshausen organisiert – am 5. Dezember.
