Wildeshausen - Damit hätte er nie gerechnet: Der Wildeshauser Christoph Hülsmann hat es in die Bewerberrunde für die RTL-Trampolinshow „Big Bounce“ („Großer Sprung“) geschafft, die immer freitags um 20.15 Uhr ausgestrahlt wird. Ob sein Beitrag gesendet wird, weiß der 48-Jährige allerdings nicht.

„Letztes Jahr haben wir mit der ganzen Familie die erste Staffel geguckt. in der aufgefordert wurde, sich für die Fortsetzung zu bewerben“, sagt der Wildeshauser, der seit 1985 Trampolin springt. Damit folgte er dem Beispiel seines Bruders. „Der bekam immer so viele Postkarten von Mädchen, die er durch den Sport kennengelernt hatte. Das wollte ich auch“, schmunzelt Hülsmann.

Die Besten aus 6000

Die RTL-Trampolin-Show „Big Bounce“ ist am Freitag in die zweite Runde gestartet. Aus über 6000 Bewerbern wurden die besten 384 Kandidaten zwischen neun und 56 Jahren ausgewählt, ihre Springkünste zu zeigen.

Spannend ist, welche zwei Kandidaten es bis aufs große Finalhindernis, das acht Meter hohe Senkrecht-Trampolin „Big Bounce“ schaffen, und wer die 100 000 Euro Siegprämie gewinnt.

Schon kurz nach den ersten Sprüngen machte er den Vorturner- bzw. Trainerschein. Seit 1990 betreut er mit seinem Helferteam inzwischen die Trampolingruppe des VfL Wildeshausen, die sich freitags in der Widukindhalle trifft. „Wir haben insgesamt 50 Mädchen, von denen meist 30 bis 40 zum Training kommen“, berichtet Hülsmann. Auch die beiden Töchter Mia Nica (fünf) und Minell (13) sind längst auf den Geschmack gekommen, während seine Frau Tanja sich mit dem Zuschauen begnügt.

Das Auswahlverfahren für die Sendung hat Hülsmann als „sehr interessant und spannend“ empfunden. Auf den ersten fünfseitigen Fragebogen folgte im April 2018 die Einladung zum Casting in Köln mit praktischen Übungen und Interviews vor der Kamera. Anfang Oktober ging es dann zur Aufzeichnung im niederländischen Breda. „Ich glaube, die Macher der Sendung fanden mich wegen meines vergleichsweise hohen Alters und meiner Höhenangst, die ich ab zehn bis 15 Metern habe, ganz interessant“, mutmaßt Hülsmann.

Der Parcours in Breda verlangte Hülsmann alles ab. Es ging über etliche Hindernisse, bevor er zum Schluss die berüchtigten „Pilze“ überwinden musste. Im direkten Duell mit seinem Konkurrenten Michael Franke unterlag er allerdings – und war fast froh darüber, dass sein Kontrahent den Ziel-Buzzer als erster drückte und die Schinderei beendete. „Ich war einfach langsamer und bin auch mal hingefallen“, gesteht er. Spaß gemacht hat es aber trotzdem.